Dienstag, 15. April 2014

LfM: Vernetzte Öffentlichkeit

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat ein Heft zu Strukturen, Mechanismen und Gefahren der Öffentlichkeit im Web 2.0-Zeitalter veröffentlicht. Bestellen oder Herunterladen kann man es hier. Das folgende kleine Erklärvideo gibt einen Vorgeschmack ...

Mittwoch, 5. Februar 2014

Kleines Lexikon zu erfolgreichen Politik-Clips

Der Freitag hat heute unter dem Titel "A-Z Polit-Clips" eine Liste der aufsehenerregendsten politischen Videos der letzten Jahre veröffentlicht. Von A wie "Africa for Norway" (siehe unten) über K wie KONY 2012 bis hin zu W wie Wikileaks ("Collateral Murder") werden die Clips kurz vorgestellt -  eine hilfreiche Sammlung ...zum Artikel.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Empfehlung: Jan-Hinrik Schmidt: Social Media

Das kürzlich in der Reihe "Medienwissen kompakt" (Springer VS, Wiesbaden 2013) erschienene Buch "Social Media" von Jan-Hinrik Schmidt bietet eine gelungene Zusammenfassung wesentlicher Aspekte rund um das Web 2.0 auf 100 (!) Seiten. Meine ausführliche Beschreibung des Bandes findet sich im agora-wissen-Blog.

BpB: Blog zum Thema "angewandte Netzpolitik"

Die Bundeszentrale für politische Bildung hat ihr Online-Angebot in den letzten Jahren gezielt in Richtung Web 2.0 und Netzpolitik ausgebaut. Auf den hervorragenden Blog #pb21 und auf andere Online-Dossiers oder einschlägige Publikationen haben wir an dieser Stelle bereits mehrfach hingewiesen. Mit Netzdebatte.bpb.de gibt es nun einen Blog, der sich mit "angewandter Netzpolitik" befasst und bereits sehr interessante Beiträge umfasst. Die BpB selbst beschreibt die Ziele des neuen Angebots folgendermaßen:

Expertinnen und Experten der Netzwelt hinterfragen gemeinsam mit den Nutzer_innen von www.bpb.de kritisch die Entwicklungen der digitalen Gesellschaft. Der Kanal will das Verständnis für die gesamtgesellschaftliche Bedeutung netzpolitischer Fragen stärken und eine Diskussion zu diesen ermöglichen.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Soeben erschienen: Recherche 2.0

Nun ist es (endlich) erschienen, unser neues Buch: "Recherche 2.0. Finden und Weiterverarbeiten in Studium und Beruf". Jürgen Plieninger, Christian Rapp und ich versuchen darin, eine praxisnahe Anleitung zur professionellen Internetrecherche und zum webbasierten Wissensmanagement zu geben. Im Klappentext steht:

"Diese Einführung unterscheidet sich von anderen, indem sie breit in die wissenschaftliche Internetrecherche einführt, das methodische Vorgehen und die Analyse der Ergebnisse eingehend behandelt und vor allem die Recherche in und mit Hilfe von Web 2.0-Diensten systematisch berücksichtigt. Dabei wird die Recherche als Teil des umfassenderen Ablaufs „Finden – Bewerten – Festhalten – Auf dem Laufenden bleiben” begriffen. Es werden also über die Recherche hinaus Werkzeuge vorgestellt, mit denen man die Ergebnisse festhalten kann (Notizbücher, soziale Bookmarkdienste und Literaturverwaltung) und es wird behandelt, wie man bezogen auf seine Themen und auf das Recherchieren selbst up to date bleibt. Ein Buch aus der Praxis für die Praxis: für Wissenschaftler, für Studierende und für jene, die bereits im Beruf sind und methodisch umfassend und effektiv das wissenschaftliche Recherchieren lernen wollen."

Eine ausführliche Beschreibung des Inhalts findet sich auf der Agora-Website. Kaufen kann man das Buch zum Beispiel bei Amazon:

Montag, 26. August 2013

Neues Portal zur Friedenspädagogik


Friedenserziehung ist integraler Bestandteil politischer Bildung. Seit kurzem gibt es hierzu eine hilfreiche Website. Aus der Pressemitteilung:
Neue Website zur Friedensbildung an Schulen ist online!

„Frieden will gelernt sein“ ist das Motto für Friedensbildung in Schulen. Die Website www.friedensbildung-schule.de stellt dafür vielfältige Unterstützungsangebote kostenfrei zur Verfügung.

Lehrerinnen und Lehrer, sowie andere Interessierte finden dort Materialien zur politischen Bildung junger Menschen, können Kontakt zu Referentinnen und Referenten aufnehmen und auf eine umfassende Dokumentation der aktuellen Diskussion um Friedensbildung in der Schule zugreifen.

Auf der Website können Multiplikatorinnen und Multiplikatoren Unterrichtsmaterialien finden, geordnet in einer Datenbank nach Klassenstufe, Thema und Fach. Diese Materialien sind nach Kriterien fachlicher, didaktischer und friedenspädagogischer Art gesichtet und sortiert. Weiterhin gibt es Videos, Kampagnen, Ausstellungen oder Planspiele, mit denen sich der Unterricht ergänzen lässt. Mit diesen fortlaufend erweiterten Materialien kann zu den Themen Konflikte, Krieg und Frieden konstruktiv-kritisch gearbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf den Möglichkeiten der zivilen Konfliktbearbeitung.

Ein besonderer Service für Lehrende ist das Format „Aktuelle Stunde“: zu einem gegenwärtig friedenspolitisch relevantem Thema kann eine Stundenplanung inklusive Materialliste heruntergeladen werden. Darüber hinaus gibt es auf der Website Informationen zur Friedenspädagogik, Literaturtipps, Hinweise für Eltern und Schülerinnen, sowie einen Weiterbildungs- und Veranstaltungskalender. Dort kann zudem ein Newsletter zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Friedensbildung bestellt werden.

Die Website www.friedensbildung-schule.de ist Teil des Projekts „Friedensbildung, Bundeswehr und Schule“ und wird getragen von der Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden (AGDF) und der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Kriegsdienstverweigerung und Frieden (EAK).

Samstag, 3. August 2013

Interview auf Jobscast: Politikwissenschaftler 2.0

Diese Woche wurde ich für die Seite Jobscast interviewt. Es ging um Politik (2.0), Politikwissenschaft, die Auswirkungen von Digitalisierung und Web 2.0 etc. Der Podcast steht hier zur Verfügung...

Dienstag, 25. Juni 2013

Don Tapscott: Global Solution Networks

Projekt für Projekt, Buch für Buch hat sich Don Tapscott von wirtschaftlichen zu politischen Fragen vorgearbeitet. Ging es in seinem einflussreichen Buch "Wikinomics" noch um die neue Welt der Wirtschaft im Zeitalter des Web 2.0 (siehe "Wirtschaft 2.0" im Online-Lehrbuch zum Web 2.0), behandelte er in "Macrowikinomics" die Auswirkungen des Web 2.0 auf so unterschiedliche Felder wie die globale Finanzindustrie, die Bekämpfung des Klimawandels, die Zukunft der Bildung, das Gesundheitswesen, die (traditionellen) Medien oder Politik und Regieren.


     

Daran anknüpfend untersucht sein neues Projekt "Global Solution Networks" die Veränderungen, denen sich Politik auf allen Ebenen (und über diese hinweg) gegenübersieht. Unter dem Titel "How to Solve the World's Problems" hat er auf der SXSW 2013 in einem sehr interessanten Vortrag über dieses Projekt und die ersten Zwischenergebnisse berichtet (siehe Video am Ende des Beitrags).

Ausgangspunkt des Vortrags bildet die Grundfrage internationaler Politik (bzw. von global governance): Warum werden die globalen Probleme nicht gelöst? Warum führt das Zusammenspiel der entscheidenden Akteure - Nationalstaaten und Internationale Organisationen - systematisch zu Ergebnissen, die den Problemen und ihrer Dringlichkeit nicht angemessen sind? Paradebeispiel dafür ist natürlich die internationale Klimapolitik und ihre Unfähigkeit, das wohl drängendste globale Problem, den Klimawandel, erfolgreich zu bearbeiten.

Doch es gibt, so Tapscott, Grund zum Optimismus, denn es haben sich neue und neuartige Akteure herausgebildet, die unabhängig von den klassischen politischen Institutionen das Potenzial haben, die globalen Probleme zu lösen: Mit den Global Solution Networks zeichnet sich ein neues Politikmodell ab. Vieles davon kommt einem Politikwissenschaftler natürlich bekannt vor, denn einige der Networks sind (schlicht) NGOs wie Human Rights Watch oder das World Economic Forum, aber es gibt auch (wirklich) neue Arten von Akteuren, die erst durch das Web 2.0 ermöglicht werden (Ushahidi, Wikipedia, CrisisCommons, Anonymous ...).

Tapscott benennt - anknüpfend an die Analysen in den beiden oben angesprochenen Büchern - in dem Vortrag die wesentlichen Triebkräfte für die Veränderungen:
  • technological change
  • net generation
  • social revolution (collaborative communities, self-organization, siehe "Macrowikinomics")
  • economic revolution (siehe "Wikinomics")
Er zeigt auf, welche Akteure bei diesen Networks eine Rolle spielen (state, private sector, civil society, individual), was die Definitionskriterien sind (address a global problem, use the Internet, self-organized, not controlled by a state) und wie sie sich einteilen lassen. Seine Taxonomie umfasst neun Kategorien an Global Solution Networks:
  • knowledge networks (Wikipedia, TED ...)
  • advocacy networks (avaaz.org, KONY 2012 ...)
  • operational & delivery networks (CrisisCommons, KIVA ...)
  • policy networks
  • watchdog networks (Human Rights Watch, AI ...)
  • platforms (SoJo, Ushahidi ...)
  • governance networks (ICANN ...)
  • global standards networks (W3C ...)
  • networked institutions (World Economic Forum ...)
Man darf schon gespannt sein auf das Buch zu diesem Projekt. Einstweilen empfehle ich, eine knappe Stunde für den Vortrag zu investieren:


Don Tapscott - How To Solve the World's Problems - SXSW Interactive 2013 from SXSW on Vimeo.

Sonntag, 12. Mai 2013

Netzpolitik, Netzneutralität und Netzgemeinde

Das folgende Interview von "jung & naiv" mit Sascha Lobo vermittelt Einsichten über die Netzpolitik hinaus:


Mittwoch, 27. März 2013

BpB: Online-Dossier Wikipedia

[Foto: iStock_000016206307]
Wem das Kapitel "Wikipedia verstehen" im Online-Lehrbuch zum Web 2.0 Appetit auf mehr gemacht hat, der wird im Online-Angebot der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) fündig. Dort gibt es ein neues Online-Dossier zum Thema Wikipedia. Es umfasst folgende Kategorien:

Sonntag, 24. März 2013

Unversöhnliche Debatten rund um das Internet

Es wäre so wichtig, fruchtbare Debatten rund um Internet und Digitalisierung zu führen, aber irgendwie gelingt es nicht. Dass das nicht unbedingt daran liegen muss, dass die (jeweilige) Gegenseite keine Ahnung hat, versucht das sehr gelungene neue Buch von Kathrin Passig und Sascha Lobo aufzuzeigen:


Dieses Buch hätten wahrscheinlich alle gerne geschrieben, die wie der Autor dieser Zeilen einen Gutteil ihrer Arbeitszeit mit dem Versuch verbringen, anderen die praktischen Vorzüge von Digitalisierung und Internet näherzubringen, oder in Vorträgen und Seminaren über die Folgen des Web (2.0) räsonieren. Denn sie alle kennen die unfruchtbaren Konfrontationen über Facebook, Wikipedia und all die anderen Dienste. Und sie alle wissen, dass es auf Dauer nicht weiterhilft, wenn man insgeheim denkt, dass auf der (jeweiligen) Gegenseite Hopfen und Malz verloren sei.

Ziel des Buches ist es, die Debatten zwischen Optimisten und Skeptikern zu verbessern:
"Dieses Buch soll beiden vermitteln, dass die andere Seite Gründe für ihre Haltung hat und nicht aus unbegreiflich vernagelten Personen besteht. Oder jedenfalls nicht nur" (S. 9).
Dabei werden auf unterhaltsame und geistreiche Weise die wichtigsten Fragen rund um Internet, digitaler Gesellschaft und Netzpolitik behandelt, etwa Disruption, Beschleunigung, Informationsüberflutung, Kollaboration, Regulierung, Datenschutz oder Urheberrecht.

Fazit: unbedingt lesen, egal ob Einsteigerin oder Fortgeschrittener in den Debatten um Digitalisierung!

Kurzvideo der ADL

Die Anti-Defamation League hat zu ihrem 100-jährigen Bestehen ein schönes Video mit dem Titel "Imagine a world without hate" produziert (naheliegenderweise mit John Lennons "Imagine" unterlegt). Die erste überraschende Erkenntnis: Martin Luther King wäre heute (erst) 84 Jahre alt...