Sonntag, 31. Mai 2015

Filme zur politischen Bildung als OER

Die Medienagentur edeos - digital education hat sich auf die Bereiche Politik, Globales Lernen und Umweltbildung spezialisiert und zu vielen einschlägigen Themen hervorragende Erklärfilme erstellt, die an dieser Stelle auch immer wieder vorgestellt wurden. Die Agentur hat sich nun entschieden, sämtliche Medien (Filme, Infografiken, Skripte und Unterrichtsmaterialien), die in geförderten Projekten wie "WissensWerte" oder "poliWHAT"entstanden sind, unter eine Creative Commons BY-SA 3.0 Lizenz zu stellen (kostenfreie Nutzung, Weitergabe und Bearbeitung) und auf ihrer Webseite zum einfachen Download zur Verfügung zu stellen: http://edeos.org/downloads/. Ziel ist, die Nutzung der Medien weiter zu vereinfachen und einen Beitrag zur Verfügbarkeit qualitativ hochwertiger freier Bildungsmaterialien (OER) zu leisten. Ein Beispiel unter vielen:

Samstag, 16. Mai 2015

Soeben erschienen: Bürgerhandbuch

Kaum war Recherche 2.0, das Buch zur Internetrecherche, Ende 2013 auf dem Markt, habe ich mich auf Einladung von Prof. Dr. Paul Ackermann und dem Wochenschau Verlag daran gemacht, das Bürgerhandbuch zusammen mit Prof. Ackermann für eine neue Auflage zu überarbeiten. Es ging darum, Aspekte wie Europäisierung, Globalisierung und Digitalisierung zu ergänzen sowie die übrigen Kapitel zu den Beteiligungsmöglichkeiten auf den verschiedenen Ebenen des deutschen politischen Systems zu aktualisieren. Das Ergebnis ist nun erschienen:

Die vollständig überarbeitete und erweiterte 4. Auflage bietet Basisinformationen und 99 Praxis-Tipps, um sich politisch zu beteiligen und einzumischen. Das Buch besteht aus den folgenden 14 Bausteinen:
  • Vom Staatsbürger zum Weltbürger: Bürgerrollen im 21. Jahrhundert
  • Deutsche und europäische Demokratie – ein Mehrebenensystem für Bürgerbeteiligung
  • Sich Informationen beschaffen: Zeitung – Fernsehen – Google – Blogs
  • Die Meinungsbildung beeinflussen, an die Öffentlichkeit gehen
  • Durch Wahlen mitbestimmen: Kernstück jeder Demokratie
  • Abstimmungen: An Sachentscheidungen mitwirken
  • Parteien: An der politischen Willensbildung mitwirken
  • Vereine und Verbände: Gesellschaftliche Aufgaben und Interessen wahrnehmen
  • Von lokalen Bürgerinitiativen zu globalen NGOs: Sich für sich und andere einsetzen
  • Extremismus: Gefahren für die Demokratie erkennen und bekämpfen
  • Mit Verwaltungsbehörden umgehen: Bürger und Bürokratie als Partner
  • Sich an Planungen beteiligen: Formen der Bürgermitwirkung
  • Bürgerhaushalt: Können Bürger bei der Finanzplanung mitentscheiden?
  • Bürger als Verbraucher im Weltmarkt: Durch bewussten Konsum Nachhaltigkeit fördern
Jeder Baustein enthält neben einer Kurzeinführung die wichtigsten Grundinformationen, die durch Schaubilder, Fotos, Tabellen und Grafiken illustriert werden. Zudem finden Leserinnen und Leser wichtige Gesetzestexte, Originaltexte und Auszüge aus einschlägigen wissenschaftlichen Texten sowie auf den Marginalienspalten provokante Zitate zur jeweiligen Thematik.

Jedes Kapitel gibt Tipps zum Tun – insgesamt 99 an der Zahl. Durch Querverweise, Inhalts- und Stichwortverzeichnis werden sie sehr flexibel handhabbar und so zum regelrechten Handwerkszeug politischer Beteiligung. Literaturhinweise, Links und Surftipps machen Lust auf mehr.

Nutzen Sie Ihre Möglichkeiten als Staatsbürger, EU-Bürger, Weltbürger, Wirtschaftsbürger und Netzbürger!

Sonntag, 15. März 2015

APuZ: Big Data

Die aktuelle Ausgabe (APuZ 11-12/2015) der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) befasst sich mit Big Data und enthält eine Reihe äußerst lesenswerter Aufsätze, allen voran einen Beitrag von Viktor Mayer-Schönberger, "Internet-Professor" in Oxford, mit dem Titel: "Was ist Big Data? Zur Beschleunigung des menschlichen Erkenntnisprozesses":
"Big Data ist also weniger eine neue Technologie denn eine neue oder jedenfalls signifikant verbesserte Methode der Erkenntnisgewinnung. Mit Big Data verbindet sich die Hoffnung, dass wir die Welt besser verstehen – und abgeleitet von diesem Verständnis bessere Entscheidungen treffen." (S. 14)
Mit eindrücklichen Beispielen schafft es der Autor, auf wenigen Seiten die wesentlichen Chancen und Risiken von Big Data zu verdeutlichen.

Insgesamt umfasst die Ausgabe die folgenden Aufsätze:

Samstag, 10. Januar 2015

Politik und Internet

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift "Bürger im Staat", die von der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg (lpb-bw) herausgegeben wird, beschäftigt sich mit verschiedenen Aspekten der Thematik "Politik und Internet". Die Zeitschrift kann kostenlos bestellt oder heruntergeladen werden. Sie umfasst folgende Aufsätze:
  • Marianne Kneuer: Mehr oder weniger demokratische Qualität durch das Internet?
  • Thomas Demmelhuber: „Befreiungstechnologie“ Internet: Social Media und die Diktatoren
  • Andreas Marchetti: Europa im digitalen Zeitalter: Mehr Bürgernähe durch das Internet?
  • Daniela Hohmann, Thorsten Faas: „Das weiß ich von Facebook!“ – Politische Informationspotenziale in sozialen Online-Netzwerken im Kontext der Bundestagswahl 2013
  • Martin Fuchs: Facebook, Twitter und Co. in der deutschen Politik
  • Alma Kolleck: Kommunale Online-Beteiligung: Stand und Herausforderungen kommunaler Bürgerbeteiligung
  • Alexander Hensel: Erfolgreich gescheitert? Die Entwicklung der Piraten als Partei der Internetkultur
  • Saskia Richter, Tobias Bürger: E-Petitionen als Form politischer Partizipation. Welchen Nutzen generieren digitale Petitions-Plattformen?
  • Nicola Döring: Psychische Folgen der Internetnutzung
  • Sarah Mönkeberg: Feststellungen der Identität? Über Nutzen und Laster digitaler Sichtbarkeit
  • Joachim Griesbaum: Internet und Lernen – Auswirkungen des Social und Mobile Web auf Lernprozesse und Lerninfrastrukturen
  • Stefan Schieren: Politische Skandale im digitalen Zeitalter

Mittwoch, 19. November 2014

Web 3.0: Internet der Dinge

Das Blog Netzdebatte der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat in den letzten Tagen einige interessante Beiträge zum "next big thing", dem Internet der Dinge, veröffentlicht:
"Die Welt ist vernetzt. Soweit nichts Neues. Über Smartphones, Tablets, Laptops, Chips, Sensoren, Glasfaserleitungen und Funkverbindungen können wir von beinahe allen Ecken der Welt miteinander kommunizieren und Daten austauschen. Wir, die Menschen. Mit dem Internet der Dinge soll sich das bald ändern. In ziemlich naher Zukunft werden nämlich auch die Dinge unseres Alltags miteinander kommunizieren und uns das Denken abnehmen. Unser Haus regelt dann selbstständig Wärme und Strom, unser Auto erkennt seinen Fahrer und lenkt uns autonom zur Arbeit – immer in Kontakt mit anderen Fahrzeugen und der Verkehrszentrale. Fabriken organisieren sich selbst und produzieren nur noch auf Zuruf, Städte verwandeln sich in rationalisierte Umgebungen, in denen jedes Element vermessen und lokalisiert wird."
Schritt für Schritt wird das Blog zu einem umfassenden Dossier über Netzpolitik. Bislang gibt es Abschnitte zu folgenden Themen:

Samstag, 19. Juli 2014

Aktuelle Debatten: Google-Urteil und Facebook-Experiment

Gegenwärtig beherrschen zwei Debatten die Schlagzeilen rund um das Web (2.0). Beide sind von grundsätzlicher Bedeutung für die netzpolitische Diskussion. Zum einen geht es um das Urteil des Gerichtshofs der EU zu Google und dem "Recht auf Vergessen". Die andere Debatte betrifft Facebook und das Experiment, das dort mit (unwissenden) Nutzern durchgeführt wurde. Zu beiden Debatten habe ich im Blog, der meine Lehrveranstaltungen an der PH Ludwigsburg begleitet, Listen mit wichtigen Quellen und ersten Einschätzungen veröffentlicht:

Dienstag, 24. Juni 2014

Außenpolitik 2.0

Das Thema Außenpolitik nimmt einen wachsenden Raum in den öffentlichen Diskussionen ein. Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat kürzlich eine öffentliche Plattform für diese Debatten eröffnet: "Review 2014 - Außenpolitik Weiter Denken" - www.review2014.de.

"Außenpolitik geht uns alle an", so der Außenminister in seinem Grußwort, "dann sollten wir auch gemeinsam die Außenpolitik angehen." Nachdrücklich lädt er jeden Einzelnen zur vielfältigen Beteiligung am öffentlichen Meinungsaustausch auf der Website, über Twitter (#review2014) oder auf Veranstaltungen ein. "Wir möchten wissen, was Sie von der deutschen Außenpolitik erwarten", so sein Apell, denn "gemeinsam können wir Außenpolitik weiter denken."



Außerdem wurde ein animierter Trailer erstellt. Er verdeutlicht die Hintergründe und Ziele von "Review 2014" und zeigt, über welche Kanäle man sich an den außenpolitischen Debatten beteiligen kann.

Samstag, 21. Juni 2014

Studie zur Online-Partizipation

Das Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft (HIIG) hat eine umfangreiche Studie zur Online-Partizipation unter dem Titel «Online mitmachen und gestalten» veröffentlicht. Gefragt wird,
  • wer sich im Netz beteiligt,
  • woran Nutzer besonders interessiert sind,
  • was Nutzer reizt, sich einzubringen.
In einer Pressemitteilung des HIIG heißt es:
"Die Studie untersucht das Potenzial des Netzes, Demokratie zu stärken und liefert Ergebnisse beispielsweise zur großen Beteiligung beim Erstellen und Mitzeichnen von Online-Petitionen. Während sich ein umfassendes Bild über das Partizipationsverhalten deutscher Internetnutzer ergibt, leiten die Verfasser auch direkte Handlungsempfehlungen für Politik und Wirtschaft ab. Die Ergebnisse beruhen auf einem für die Online-Bevölkerung in Deutschland repräsentativem Panel von TNS Infratest."
Die Partizipationstudie 2014 ist unter www.hiig.de/partizipationsstudie2014 abrufbar. Ein Blog-Posting des Instituts fasst wichtige Ergebnisse zusammen: "Online mitmachen und entscheiden - die Partizipationsstudie 2014".

Freitag, 20. Juni 2014

Crowdfunding: Dossier der bpb

Durch den spektakulären Erfolg der Krautreporter ist Crowdfunding momentan in aller Munde. Die Bundeszentale für politische Bildung hat (im Rahmen des Akquisos-Newsletters 2/2014) ein Dossier zum Thema mit weiterführenden Literatur- und Linkempfehlungen erstellt: "Crowdfunding - ein Instrument für die politische Bildung?".

Dienstag, 15. April 2014

LfM: Vernetzte Öffentlichkeit

Die Landesanstalt für Medien Nordrhein-Westfalen (LfM) hat ein Heft zu Strukturen, Mechanismen und Gefahren der Öffentlichkeit im Web 2.0-Zeitalter veröffentlicht. Bestellen oder Herunterladen kann man es hier. Das folgende kleine Erklärvideo gibt einen Vorgeschmack ...

Mittwoch, 5. Februar 2014

Kleines Lexikon zu erfolgreichen Politik-Clips

Der Freitag hat heute unter dem Titel "A-Z Polit-Clips" eine Liste der aufsehenerregendsten politischen Videos der letzten Jahre veröffentlicht. Von A wie "Africa for Norway" (siehe unten) über K wie KONY 2012 bis hin zu W wie Wikileaks ("Collateral Murder") werden die Clips kurz vorgestellt -  eine hilfreiche Sammlung ...zum Artikel.

Dienstag, 29. Oktober 2013

Empfehlung: Jan-Hinrik Schmidt: Social Media

Das kürzlich in der Reihe "Medienwissen kompakt" (Springer VS, Wiesbaden 2013) erschienene Buch "Social Media" von Jan-Hinrik Schmidt bietet eine gelungene Zusammenfassung wesentlicher Aspekte rund um das Web 2.0 auf 100 (!) Seiten. Meine ausführliche Beschreibung des Bandes findet sich im agora-wissen-Blog.