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Mittwoch, 28. März 2018

Start-Ups für Studium und Schule

Um sich auf den späteren Lehrerberuf vorzubereiten und während des Studiums informiert zu sein, gibt es viele verschiedene Internetseiten, welche einem helfen können. Diese Informationen sind jedoch im Überfluss vorhanden, und man braucht lange, um etwas Passendes zu finden. Um es Studenten einfacher zu machen, haben sich viele gute Start-Ups entwickelt. Drei dieser Start-Ups möchte ich in den folgenden Zeilen vorstellen. Ich werde auf den Datenschutz und auf die Funktionen der Firmen eingehen. Zuerst aber eine Definition von Start-Up.

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Netzneutralität und Schule

Durch die Beschneidung des Internet wird nicht nur das Surfen generell zur Qual, auch die Schule sowie das wissenschaftliche Arbeiten wird kompliziert, wenn nicht sogar unmöglich. Wenn man manche Seiten beschneiden kann, so wird zensiert, und eine Meinungsvielfalt ist nicht mehr gegeben. Da wir das unseren Schülern gerade in der politischen Bildung nicht zumuten können, wäre dies ein starker Einbruch an Methodenvielfalt, das Internet wäre nur noch begrenzt nutzbar, und man müsste wieder den langen Weg in Bibliotheken machen oder mehrere Zeitungen abonnieren, welche natürlich auch von verschiedenen Firmen herausgegeben werden.
Quelle: http://www.edcircuit.com/net-neutrality-schools-matters/

Sonntag, 10. Dezember 2017

Digitale Bildung - Der netzpolitische Wahlprogrammvergleich


Kurz vor den Bundestagswahlen im September 2017 liefen die Diskussionen in den Talkshows der Bundesrepublik Deutschland auf Hochtouren und jede Partei gab ihr Bestes, sich in den Medien möglichst gut darzustellen. Dabei kam das Thema "Digitale Bildung" und der Wandel der Bildung im Zeitalter der digitalen Medien immer wieder zur Sprache und die Vertreterinnen und Vertreter der einzelnen Parteien betonten immer wieder die Bedeutsamkeit dieses Themas und dass Sie sich diesem nach der Wahl intensiv widmen wöllten.

Netzpolitik.org analysierte kurz vor der Bundestagswahl die Wahlprogramme der einzelnen Parteien hinsichtlich ihrer netzpolitischen Forderungen und widmet sich im 7. Teil ihrer Serie dem Thema "digitale Bildung".

https://netzpolitik.org/2017/der-netzpolitische-wahlprogramm-vergleich-teil-7-digitale-bildung/

Dabei wird herausgestellt, dass auf den ersten Blick eine recht große Einigkeit in Bezug auf dieses Thema herrscht und von allen Parteien ein besseres Lernen mit digitalen Medien in Vorbereitung auf das Leben in der digitalen Gesellschaft versprochen wird. Allerdings wirft netzpolitik.org einen genaueren Blick in die Wahlprogramme und stellt deutliche Unterschiede in den Perspektiven und Lösungsvorschlägen dar. Interessant und anschaulich wird aufgezeigt, welche Parteien wie dem digitalen Wandel im Bildungsbereich begegnen wollen und welche Auswirkungen dies beispielsweise auf die Lehrerbildung, freie Lehrmaterialien aber auch den Bildungsföderalismus haben könnte.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Digitalpakt Schule bis Ende 2017 realisierbar

http://www.wiwo.de/politik/deutschland/netzpolitik-digitalpakt-schule-bis-ende-2017-realisierbar/20187540.html

http://faktenfinder.tagesschau.de/digitalpakt-101.html

http://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/digitalpakt-fuer-schulen-so-viel-kostet-moderner-unterricht-a-1176153.html

Im sogenannten "Digitalpakt" geht es darum, dass alle deutsche Schulen mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden sollen. Die Schulen sollen außerdem mit schnellen und sicheren Internetzugängen ausgestattet sein. Im Schulpakt geht es um außerdem um sichere Cloud-Lösungen. Der Bund und die Länder sind zuversichtlich, dass diese Vorhaben bis zum Jahresende gut über die Bühne gehen werden.

Der Bund stellt für dieses Vorhaben 5 Milliarden Euro zur Verfügung. Doch wie bei jedem großen und wichtigen politischem Themen gibt es auch hier Kritik von verschiedenen Personen. Ob der Pakt also zustandekommt, wird sich noch zeigen.

Aula - Schule gemeinsam gestalten

http://aula-blog.website/was-ist-aula/  - "Aula" ist eine Liquid Democracy Software, die Schüler zu mehr Partizipation anregen soll. Mit Hife einer Online-Plattform und didaktischer Begleitung ermöglicht sie mehr Mitbestimmung im Schulalltag. Mit Engagement und Verantwortung bekommen Schüler so die Möglichkeit ihre Schule selbst zu gestalten.

Die Beteiligung an "Aula" läuft wie folgt ab: Die Schule erarbeitet einen individuellen Vertrag und schafft so die Rahmenbedingungen zur Umsetzung der Wünsche der Schüler. Hierfür wird auf der Aula-Homepage ein Beispielvertrag vorgeschlagen. Jeder Schüler bekommt dann ein eigenes Nutzerkonto, auf das er immer und überall zugreifen kann. Hier kann jeder seine Wünsche und Ideen einstellen. Nach drei Wochen prüft schließlich die Schulleitung den Entwurf. Bevor über den Vorschlag abgestimmt wird, wird geprüft, ob er mit den vertraglichen Bedingungen vereinbar ist.

"Aula" soll Schüler dazu verhelfen, Kompetenzen zu stärken, die für ihr weiteres Leben wichtig sind. Dazu gehören z.B. Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Differenzierung mithilfe digitaler Medien?!

Kinder haben unterschiedliche Lernstrategien, Vorwissen, Lernmotivation, kulturelle Rahmenbedingungen, wachsen in verschiedenen sozioökonomischen Umständen auf und sprechen unterschiedliche Sprachen. Um jedem Kind optimale Lernbedingungen zu schaffen, sind Lehrer mehr denn je dazu angehalten zu differenzieren. Im neuen Bildungsplan von 2016 wird deshalb für einen angemessenen Umgang mit Heterogenität als Basis für eine individuelle Förderung und mehr Bildungsgerechtigkeit plädiert (Lehrkräftebegleitheft Bildungsplan 2016).

Die Digitalisierung und der Wandel im Umgang mit dem Internet, die auch in der Bildung stattfinden, schaffen ganz neue Möglichkeiten, aber auch Risiken. Fakt ist, dass Schulen sich mit dem Netz, seinen Einsatzmöglichkeiten, dem (gegebenenfalls vorhandenen) pädagogischen Wert jener Möglichkeiten für die Bildung, sowie den Gefahren auseinandersetzen müssen, um mit den „digital natives“ mitzuhalten, in deren Leben das Internet schon vor langer Zeit, Einzug gehalten hat. Wir stehen deshalb vor der Herausforderung, geeignete Möglichkeiten zu finden, digitale Medien und das Internet in den Schulalltag einzugliedern und deren Vorteile für verbesserte Lernbedingungen zu nutzen.

Können digitale Hilfsmittel zur Verbesserung der Differenzierung innerhalb einer Lerngruppe beitragen? Kritiker argumentieren, dass digitale Medien den Unterricht lediglich als Störfaktor beeinflussen und durch deren Nutzung in der Schule sozialer Ausschluss, der sich in Formen wie Cybermobbing oder online shaming zeigt, begünstigt wird, was durchaus Einfluss auf die Lernsituation hat. An einen positiven Einfluss, der zu einer besseren individuellen Förderung der Kinder beitragen könnte, wird oft nicht gedacht, da solche Folgen eher langfristig und unterschwellig zum Vorschein kommen.

Jedoch machen mehrere Projekte vor, wie die Digitalisierung einen positiven Effekt auf die Differenzierung und individuelle Förderung haben kann. Das Projekt „Teach to One“ – ein Projekt der Organisation „New Classrooms“, die vom New York City Department of Education unterstützt wird – kombiniert Frontal-Unterricht mit „peer“-Gruppenarbeit und Online Tutoring. Als Vertreter des Blended Learning-Ansatzes, der versucht, die Vorteile der Lehrer-geleiteten Anleitung und diejenigen der Technologie zu vereinen, wird hier dafür gesorgt, dass die Kinder in ihrem eigenen Lerntempo lernen können, ihre individuelle Lernstrategie verfolgen können und ihre Lernerfolge nachverfolgen können.

Das Programm, das 2017 bereits mit 18 Schulen innerhalb den USA kooperiert, geht einher mit einem neuen, offenen Raumkonzept, der Nutzung des Internet als Lernplattform und der Selbstständigkeit der Kinder, die damit optimale Förderung erhalten sollen.

Aber was sind die Erfolge des Programms? Seit dem Start des Programms 2011 ließen sich einige Leistungsunterschiede (v.a. im Bereich Mathematik) zu Gunsten der Teach-to-One-Schüler feststellen. Jedoch ist auch auffällig, dass einige – wenn auch wenige – Schülergruppen eher unterdurchschnittliche Leistung zeigten. Kritiker sagen deshalb, aus „teach to one“ wird „teach to some“. Betrachtet man die Leistungsveränderung der SchülerInnen aber im Allgemeinen, sind die Ergebnisse sehr positiv.

Die Erfolge der „Teach To One“-Schulen in den USA sowie einiger anderer Projekte zeigen, dass ein sinnvoller Einsatz digitaler Medien und des Internet durchaus einen positiven Einfluss auf die Differenzierung innerhalb einer Lerngruppe haben kann. Durch die verschiedenen Bausteine gibt es eine Auswahl an Wegen, auf denen Kinder ihre Aufgaben bestreiten können und sich somit die Methode auswählen können, mit der sie ihrem Lerntyp am ehesten gerecht werden. Ich denke, dass durch das Konzept auch andere Fähigkeiten der Kinder gestärkt werden können, wie zum Beispiel Selbstwahrnehmung, Selbstständigkeit und Sozialkompetenz sowie Medienkompetenz.

In Deutschland gibt es zwar einige Schulen mit „Tablet-Klassen“, in denen SchülerInnen selbstständig arbeiten können, und auch Youtube-Videos, die als sehr geeignete Lernmethoden gelten, werden öfters eingesetzt. Ein Gesamtkonzept jedoch, das die Vorteile des individuellen Lernens, des „peer-assessment“ und der Anleitung durch die Lehrperson dauerhaft kombiniert, gibt es, glaube ich, noch nicht.

Es bleibt auf jeden Fall spannend, wie sich solche Projekte weiterhin entwickeln und auf welche Arten sich Digitalisierung mit Bildung verweben lässt. Wer sich für den Schulalltag in einer Teach-to-One-school interessiert, kann hier reinschauen...

Big Data in der Schule

Wenn die Digitalisierung vor Schulen keinen Halt macht, so werden natürlich auch an dieser Stelle Daten generiert. Diese können anschließend genutzt werden, um individuelle oder auch gruppenspezifische Unterschiede zu erkennen und damit Lernprozesse effektiver zu gestalten.

So kann bei Online-Lernprogrammen festgestellt werden, wer sich wie lange mit bestimmten Inhalten beschäftigt und wie häufig er bestimmte Dinge frequentiert. Daraus können Rückschlüsse auf das Programm selbst gezogen werden, wodurch sich wiederum Möglichkeiten zur Verbesserung desselben auftun, wird Prof. Christof Meinel in der Süddeutschen Zeitung zitiert.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass in einem Unterrichtskonzept, welches digitale und analoge Angebote gleichermaßen nutzt, Daten sehr genaue Rückschlüsse auf Verständnisprobleme, die sich aus dem traditionellen Unterricht ergeben, geben können. Ein solches, zeitlich möglichst unmittelbares Feedback an die Lehrkraft könnte diese etwa zu wichtigen Umstrukturierungen von Unterrichtseinheiten bewegen.

In eine ähnliche Richtung zielt die Anregung von Viktor Mayer-Schönberger, Schüler*innen könnten Literatur auf Tablet-Computern lesen und markieren und der Lehrkraft damit wichtige Informationen über Verständnisprobleme oder besonders interessante Stellen schon vor Beginn der Unterrichtsstunde zukommen lassen.

Neben den direkten, potentiell unterrichtsverbessernden Möglichkeiten, die Big Data uns eröffnet, sehe ich aber vor allem auch die Chance, durch die Nutzung ebendieser mit den Schüler*innen einen Dialog über Datenschutz zu eröffnen, da auf diese Weise immer wieder sichtbar wird, wie Daten generiert, ausgewertet und genutzt werden.

In diesem Kontext können und müssen dann Chancen und Risiken der verwendeten Technologien immer wieder angesprochen und diskutiert werden. Einen besseren Weg, dieses Thema nachhaltig in den Köpfen der Lernenden zu verankern kann es daher kaum geben. Wenn die Chance denn genutzt wird - ein bloßes Verwenden von Datenanalysen hätte vermutlich eher einen gegenteiligen Effekt.