- Der Film (Filmbesprechung, Interview mit dem Regisseur David Bernet, Links zu Presseartikeln und Besprechungen des Films)
- Hintergrund (Interviews mit Jan-Philipp Albrecht und Viviane Reding, Informationen zum Datenschutz und der neuen Europäischen Datenschutz-Grundverordnung)
- Debatte (zu viel oder zu wenig Datenschutz?, Lobbyismus in der EU)
- Arbeitsblatt und Unterrichtsvorschläge
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Sonntag, 17. Dezember 2017
Online-Dossier der bpb zum Film "Democracy"
Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) hat ein ausführliches Dossier zum Film "Democracy - Im Rausch der Daten" veröffentlicht. Zur Startseite des Dossiers geht es hier. Es umfasst folgende Teile:
Mittwoch, 6. Dezember 2017
Initiative Datenschutz geht zur Schule
Die seit 2009 bestehende Initiative Datenschutz geht zur Schule wurde von dem Berufsverband der Datenschutzbeauftragten Deutschlands (BvD) e.V. gegründet.
Sie besuchen Schulen oder Schulklassen, um dort über wichtige Themen des Datenschutzes aufzuklären. Die jeweiligen Vorträge werden von ehrenamtlichen Datenschutzexperten gehalten. Die Schüler lernen, wie man zum Beispiel ein sicheres Passwort erstellt oder wie man eine Verbindung verschlüsselt. Ihnen wird erklärt, was ein Virus oder Trojaner ist und wie sie funktionieren. Außerdem, und mit am wichtigsten, wie sie ihre eigene Privatsphäre in Zeiten des Smartphones schützen können, ohne dabei ganz darauf verzichten zu müssen.
Für die Lehrkräfte gibt es ein sogenanntes „Lehrerhandout“, welches auch Materialien für den Unterricht beinhaltet, sodass sie Aspekte des Datenschutzes im Unterricht behandeln können. Auch an die Eltern wurde gedacht. Es werden Elternabende angeboten, in denen die Dozenten den Eltern mehr über eine sichere Online-Nutzung erklären. Es werden Tipps vermittelt und Fragen zum Thema beantwortet.
Sie besuchen Schulen oder Schulklassen, um dort über wichtige Themen des Datenschutzes aufzuklären. Die jeweiligen Vorträge werden von ehrenamtlichen Datenschutzexperten gehalten. Die Schüler lernen, wie man zum Beispiel ein sicheres Passwort erstellt oder wie man eine Verbindung verschlüsselt. Ihnen wird erklärt, was ein Virus oder Trojaner ist und wie sie funktionieren. Außerdem, und mit am wichtigsten, wie sie ihre eigene Privatsphäre in Zeiten des Smartphones schützen können, ohne dabei ganz darauf verzichten zu müssen.
Für die Lehrkräfte gibt es ein sogenanntes „Lehrerhandout“, welches auch Materialien für den Unterricht beinhaltet, sodass sie Aspekte des Datenschutzes im Unterricht behandeln können. Auch an die Eltern wurde gedacht. Es werden Elternabende angeboten, in denen die Dozenten den Eltern mehr über eine sichere Online-Nutzung erklären. Es werden Tipps vermittelt und Fragen zum Thema beantwortet.
Montag, 22. Mai 2017
Podcast zum Thema Datenschutz/Privatsphäre
Wie gerufen zur Nachbereitung der beiden letzten Sitzungen kommt der folgende Podcast vom 21. Mai 2017 von Deutschlandfunk Nova (ehemals DRadio Wissen Hörsaal): "Datengier: Privatsphäre als Illusion".
- Moderator: Hans-Jürgen Bartsch
- Vortragende: Svea Eckert, NDR-Journalistin / Andreas Dewes, Physiker / Andreas Weigend, Buchautor / Ulf Buermeyer, Jurist / Nora Markard, Professorin für Öffentliches Recht
Mittwoch, 14. Dezember 2016
Digitalcharta
Kürzlich wurde die "Charta der Digitalen Grundrechte der Europäischen Union" vorgestellt (siehe https://digitalcharta.eu/). Auf der Website heißt es:
Eine Gruppe von Bürgerinnen und Bürgern, denen die Gestaltung der digitalen Welt am Herzen liegt, hat in den vergangenen 14 Monaten einen Vorschlag für eine Digitalcharta erarbeitet, der hiermit dem Europäischen Parlament in Brüssel und der Öffentlichkeit zur weiteren Diskussion übergeben wird. Diskutieren Sie mit, unterzeichnen Sie mit!Die Charta ist überschaubar, umfasst neben einer Präambel 23 Artikel (Würde, Freiheit, Gleichheit, Sicherheit etc.) und wird von vielen Experten der digitalen Welt unterstützt. Eine Auswahl erster Einschätzungen dazu:
- Markus Böhm: Prominente entwerfen Charta digitaler Grundrechte, Spiegel Online (Link)
- Für digitale Grundrechte, Die Zeit (Link)
- Markus Beckedahl: Neue Initiative für eine gesellschaftliche Netzpolitik-Diskussion: Symbolische Charta der digitalen Grundrechte der EU, Netzpolitik.org (Link)
- Wolfgang Michal: Die Digitalcharta: ein deutscher Sonderweg, iRights.info (Link)
Dienstag, 13. Dezember 2016
Tor. Warum überhaupt?
Gute Frage. Warum benutze ich überhaupt Tor? Beim Nachdenken fielen mir einige Dinge ein, die aus heutiger Sicht vielleicht gar nicht mehr als störend oder invasiv wahrgenommen werden, wenn man das Surfen im Internet betrachtet. Damals, Ende der 1990er Jahre, als das Internet zunehmend Verbreitung in privaten Haushalten fand, damals sah es anders aus.
Als Suchmaschine hatte man vielleicht Altavista. Soziale Medien gab es nicht. Es gab das Usenet und Chatrooms. Es gab Wackelgifs, html und viele Menschen, die versuchten, eine eigene Website zu erstellen.
Das frühe Internet schien für mich so zu sein, wie ich mir eine Einkaufsstraße in den 50er Jahren vorstelle. Viele kleine Ladengeschäfte mit überschaubaren Auslagen. Wenn man lange genug stöbert, findet man alles, was man braucht. Mit der Zeit findet man sich zurecht, kennt die Anbieter, weiß, wie weit man ihnen Vertrauen kann, und wechselt den Laden nur bei Unzufriedenheit oder Geschäftsaufgabe.
Der Unterschied zu unserem Jetzt? Ein Gang durch eine moderne Einkaufsstraße, vorbei an den zahlreichen großen Einkaufszentren mit gestylter Fassade und blinkenden Lichtern, die alle ein ähnliches Warenangebot und eine sehr ähnliche Preisgestaltung haben, stehen Flash-Bots mit Flyern, Angebote, NUR NOCH HEUTE! FÜR DICH, DEN 1000 KUNDEN!
Während dich dieser böse Pop-up Flyer-Schreihals ablenkt, bevor du ihn zur Seite klicken kannst, zieht dir sein Kollege PREFID-Cookie alle wichtigen Informationen über dich aus der Hosentasche. Auch deine Einkaufszettel, Vorlieben für Zeitschriften oder Literatur und alles andere, was du eben mit dir rumträgst, weil du es auf dem Weg durch die Einkaufsstraße mitgenommen hast. Und er weiß jetzt immer, wo du bist und was du machst. Diese Informationen werden verkauft. Aber natürlich nur, um dir einen Gefallen zu tun!
Tor wird damit nur zum letzten Schritt, wenn man sichergehen möchte, dass die eigene Datenspur im Internet nicht zu leicht nachvollziehbar ist. Vorausgehenden Maßnahmen sind: Das Nicht-Anlegen eines Browser-Verlaufs, das Löschen aller Cookies – automatisiert – beim Schließen des Browsers sowie das Blockieren von Werbung und von Scripten.
Ist es unbequemer oder zeitaufwändiger? Nein. Man braucht deutlich weniger Zeit, die beiden Add-ons zu installieren – und dies ist ein einmaliger Vorgang –, als auf jeder Seite die Werbung aus dem Sichtfeld zu schieben. Man wird dann auch verschont von Werbefilmchen, die plötzlich zu spielen beginnen, unerwartet und ungefragt, mit reizenden Klängen und sanfter Stimme, um auf die Vorteile von #Produkt hinzuweisen.
Ein weiterer für mich wichtiger Punkt: Ich mag es nicht, wenn Webseiten ihre Inhalte für mich, aufgrund meines Standorts oder bereits besuchter Seiten, vorsortieren. Am Youtube-Beispiel war es für einige von euch sichtbar, die Suchergebnisse waren verschieden. Andere Seiten und auch Suchmaschinen machen das ähnlich.
Die Links zu den in der Präsentation gezeigten Artikeln:
Als Suchmaschine hatte man vielleicht Altavista. Soziale Medien gab es nicht. Es gab das Usenet und Chatrooms. Es gab Wackelgifs, html und viele Menschen, die versuchten, eine eigene Website zu erstellen.
Das frühe Internet schien für mich so zu sein, wie ich mir eine Einkaufsstraße in den 50er Jahren vorstelle. Viele kleine Ladengeschäfte mit überschaubaren Auslagen. Wenn man lange genug stöbert, findet man alles, was man braucht. Mit der Zeit findet man sich zurecht, kennt die Anbieter, weiß, wie weit man ihnen Vertrauen kann, und wechselt den Laden nur bei Unzufriedenheit oder Geschäftsaufgabe.
Der Unterschied zu unserem Jetzt? Ein Gang durch eine moderne Einkaufsstraße, vorbei an den zahlreichen großen Einkaufszentren mit gestylter Fassade und blinkenden Lichtern, die alle ein ähnliches Warenangebot und eine sehr ähnliche Preisgestaltung haben, stehen Flash-Bots mit Flyern, Angebote, NUR NOCH HEUTE! FÜR DICH, DEN 1000 KUNDEN!
Während dich dieser böse Pop-up Flyer-Schreihals ablenkt, bevor du ihn zur Seite klicken kannst, zieht dir sein Kollege PREFID-Cookie alle wichtigen Informationen über dich aus der Hosentasche. Auch deine Einkaufszettel, Vorlieben für Zeitschriften oder Literatur und alles andere, was du eben mit dir rumträgst, weil du es auf dem Weg durch die Einkaufsstraße mitgenommen hast. Und er weiß jetzt immer, wo du bist und was du machst. Diese Informationen werden verkauft. Aber natürlich nur, um dir einen Gefallen zu tun!
Tor wird damit nur zum letzten Schritt, wenn man sichergehen möchte, dass die eigene Datenspur im Internet nicht zu leicht nachvollziehbar ist. Vorausgehenden Maßnahmen sind: Das Nicht-Anlegen eines Browser-Verlaufs, das Löschen aller Cookies – automatisiert – beim Schließen des Browsers sowie das Blockieren von Werbung und von Scripten.
Ist es unbequemer oder zeitaufwändiger? Nein. Man braucht deutlich weniger Zeit, die beiden Add-ons zu installieren – und dies ist ein einmaliger Vorgang –, als auf jeder Seite die Werbung aus dem Sichtfeld zu schieben. Man wird dann auch verschont von Werbefilmchen, die plötzlich zu spielen beginnen, unerwartet und ungefragt, mit reizenden Klängen und sanfter Stimme, um auf die Vorteile von #Produkt hinzuweisen.
Ein weiterer für mich wichtiger Punkt: Ich mag es nicht, wenn Webseiten ihre Inhalte für mich, aufgrund meines Standorts oder bereits besuchter Seiten, vorsortieren. Am Youtube-Beispiel war es für einige von euch sichtbar, die Suchergebnisse waren verschieden. Andere Seiten und auch Suchmaschinen machen das ähnlich.
Die Links zu den in der Präsentation gezeigten Artikeln:
- Heise: EU-Datenschutzreform: Zweckbindung und Datensparsamkeit ausgehebelt
- Süddeutsche: Was Sie über die Vorratsdatenspeicherung wissen sollten
- Tagesanzeiger: Hilfe, mein kompletter Browser-Verlauf steht zum Verkauf!
- Techdirt: Unsealed Warrant Shows FBI Malware Affected Innocent Tor Users While Agency Ran More Than 20 Child Porn Sites
- Spiegel-online: FBI hat Daten des Anonym-Dienstes Tor Mail
Sonntag, 17. Juli 2016
Digital-Debatte in der Zeit
Seit Ende 2015 sind in der Zeit einige lesenswerte Gastbeiträge erschienen, die aufeinander reagieren und eine interessante Debatte bilden:
- Martin Schulz: Freiheit, Gleichheit, Datenschutz, Warum wir eine Charta der digitalen Grundrechte brauchen, Ausgabe 48/2015
- Heiko Maas: Unsere digitalen Grundrechte, Ausgabe 50/2015
- Christopher Lauer: Gesetzesbrecher im Netz, Ausgabe 02/2016
- Gerhart Baum: Abrüsten!, Ausgabe 04/2016
- Bernhard Pörksen: Wir lernen Netz. Digitale Ökologie als Schulfach - wie wir im Internet zu mündigen Bürgern werden können, Ausgabe 09/2016
Sonntag, 15. März 2015
APuZ: Big Data
Die aktuelle Ausgabe (APuZ 11-12/2015) der Zeitschrift "Aus Politik und Zeitgeschichte" der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) befasst sich mit Big Data und enthält eine Reihe äußerst lesenswerter Aufsätze, allen voran einen Beitrag von Viktor Mayer-Schönberger, "Internet-Professor" in Oxford, mit dem Titel: "Was ist Big Data? Zur Beschleunigung des menschlichen Erkenntnisprozesses":
Insgesamt umfasst die Ausgabe die folgenden Aufsätze:
"Big Data ist also weniger eine neue Technologie denn eine neue oder jedenfalls signifikant verbesserte Methode der Erkenntnisgewinnung. Mit Big Data verbindet sich die Hoffnung, dass wir die Welt besser verstehen – und abgeleitet von diesem Verständnis bessere Entscheidungen treffen." (S. 14)Mit eindrücklichen Beispielen schafft es der Autor, auf wenigen Seiten die wesentlichen Chancen und Risiken von Big Data zu verdeutlichen.
Insgesamt umfasst die Ausgabe die folgenden Aufsätze:
- Evgeny Morozov: "Ich habe doch nichts zu verbergen" - Essay - Die Phrase "Ich habe doch nichts zu verbergen" könnte genauso gut lauten "Ich habe doch nichts zu wollen". Sie offenbart mangelnde Ambition, das eigene Leben selbst zu bestimmen.
- Christian Stöcker: Politikfeld Big Data: Hoffnungen, Vorhaben und viele offene Fragen - Politik und Wirtschaft versprechen sich vom Thema Big Data nicht zuletzt große Wachstumschancen. Doch der Umgang mit personenbezogenen Daten ist umstritten, wie die Diskussion um die EU-Datenschutzverordnung zeigt.
- Viktor Mayer-Schönberger: Was ist Big Data? Zur Beschleunigung des menschlichen Erkenntnisprozesses - Big Data ist weniger eine neue Technologie denn eine Perspektive auf die Wirklichkeit. Richtig angewandt kann sie den menschlichen Erkenntnisprozess beschleunigen. Doch sind damit auch Schattenseiten verbunden.
- Rolf Kreibich: Von Big zu Smart – zu Sustainable? - Die Konzepte von Big und Smart Data sollten sich hinsichtlich ihrer technischen und wirtschaftlichen Anwendungen den Zielen der Nachhaltigen Entwicklung unterordnen. Das ist bisher jedoch nicht erkennbar.
- Peter Langkafel: Auf dem Weg zum Dr. Algorithmus? Potenziale von Big Data in der Medizin - In der Medizin fallen immer mehr digitale Daten an; auch Bürger sammeln zunehmend Gesundheitsdaten. In ihrer Vernetzung liegen große Chancen, doch auch Big Data ist kein Allheilmittel.
- Yvonne Hofstetter: Verkannte Revolution: Big Data und die Macht des Marktes - Essay - Big Data erobert die Welt; der Auftrag: mehr Effizienz durch Optimierung. Dass Big Data mehr ist als nur Technologie, zeigt der Versuch einer ideologischen Auseinandersetzung mit dem Phänomen.
Samstag, 15. September 2012
Empfehlenswerter Sammelband zum Thema Datenschutz
Neben dem Urheberrecht
zählt der Datenschutz zu den umstrittenen Themen, die immer größere Beachtung finden und den Kern dessen ausmachen, was man als "Netzpolitik" bezeichnet. Dankenswerterweise
hat die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb)
nun einen umfassenden Sammelband zu diesem Thema veröffentlicht:
Jan-Hinrik Schmidt / Thilo Weichert (Hrsg.) (2012), Datenschutz. Grundlagen, Entwicklungen und Kontroversen, Bonn bpb (Online-Bestellung bei der bpb für 4,50 EUR).
Jan-Hinrik Schmidt / Thilo Weichert (Hrsg.) (2012), Datenschutz. Grundlagen, Entwicklungen und Kontroversen, Bonn bpb (Online-Bestellung bei der bpb für 4,50 EUR).
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