Sonntag, 14. Mai 2017

Partizipation 2.0: Neue Teilhabe für Schülerinnen und Schüler?

“One of the penalties of refusing to participate in politics is that you end up being governed by your inferiors.”
[Platon, Politeia I 347c]
Wo findet sie statt, die vielfach herbeigesehnte Partizipation junger Menschen? Angesichts zahlreicher kaum genutzter Angebote im World Wide Web, bei denen sich Kinder und Jugendliche in ihrem direkten Umfeld beteiligen können, ist es verwunderlich, dass laut aktueller Shell-Studie das aktive Engagement junger Menschen zwischen 12 und 25 sinkt [Vgl. Schneekloth 2015, S. 193].

An altersgerechten Angeboten im Web mangelt es nicht – doch die meisten werden angesichts geringer Nutzerzahlen scheinbar nicht angenommen. Einige Plattformen haben zudem ihren Betrieb eingestellt. Es lässt sich also die Frage stellen, ob der Politikunterricht in all seinen Formen geeignet ist, um Online-Partizipation im didaktisch aufbereiteten Rahmen zu erlernen und einzuüben.

Doch wie lässt sich der Begriff Partizipation eigentlich fassen? Warum sollten die Bürgerinnen und Bürger und damit auch Schülerinnen und Schüler in einer Demokratie partizipieren? Welche Formen gibt es und welche konkreten Projekte lassen sich im Unterricht einbinden? Diesen Fragen möchte der folgende Text nachgehen.

Was ist eigentlich „Partizipation“?

In verschiedenen alltäglichen Situationen wird der Begriff Partizipation (oder auch „Beteiligung“) vielseitig und umfassend verwendet. Dabei unterscheidet sich das Gemeinte je nach zugrundeliegendem Konzept teilweise deutlich voneinander [Vgl. Voss 2014, S. 9]. Nach Artikel 20, Absatz 2 des Grundgesetzes stellen Wahlen das grundlegende Mittel dar, um sich im politischen System der Bundesrepublik Deutschland zu beteiligen [Deutscher Bundestag 2014]. Die Bundeszentrale für politische Bildung definiert den Begriff darüber hinaus wie folgt:
„[Partizipation ist] in demokratischen Staaten die freiwillige Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger am politischen Leben im weitesten Sinne, um dadurch Einfluss auf Entscheidungen zu nehmen. Partizipation kann auf vielfältige Weise erfolgen: durch Teilnahme an Wahlen, an Volksentscheiden, durch Mitarbeit in Parteien, Interessenverbänden, Bürgerinitiativen, im Schülerrat, im Elternrat, im Senioren- oder Ausländerbeirat der Gemeinde usw.“ [Thurich 2011, S. 41]
Damit geht der Begriff der Partizipation über die bloße Teilnahme an Wahlen deutlich hinaus. Die dafür infrage kommenden Mittel werden aber auch von der Bundeszentrale nicht abschließend definiert. Wie lässt sich der Begriff also noch ergänzen? Möglichkeiten hierzu bietet das Web 2.0 mit seinen zahlreichen interaktiven Angeboten. Wenn man dieses miteinschließt, ergibt sich eine Definition, die deutlich mehr Handlungsformen und möglicherweise auch soziale Partizipation unterschiedlicher Art umfasst [Vgl. Sass und Lange, S. 6].

Die Definition von Partizipation Jugendlicher muss auch dem Umstand Rechnung tragen, dass diese Personengruppe meist noch nicht wählen [Deutscher Bundestag 2014, Artikel 38b] oder (außer bei der Partei der Grünen) erst ab 14 oder 16 Jahren [Vgl. Niedermayer 2015] vollwertiges Mitglied in einer Partei sein darf. Zudem soll hier bewusst eine Erweiterung des Begriffs stattfinden, der auch Themen und Bereiche des Alltags von Schülerinnen und Schüler einschließt, die sich nicht direkt dem politischen Feld zuordnen lassen, aber dennoch relevant für deren soziales und gesellschaftliches Gefüge sind.

Partizipation ließe sich dann definieren als jegliche Form von Engagement durch Gruppen oder Einzelpersonen, um (politische oder) soziale Interessen durchzusetzen [Vgl. Sass und Lange, S. 7]. Diese Definition eröffnet ein breites Spektrum an Aktivitäten, die Jugendliche und damit Schülerinnen und Schüler im Internet verfolgen können, um sich gesellschaftlich zu beteiligen.

Wenn man nun auch Prozesse hinzuzählt, die Teilhabe erst ermöglichen, ergibt sich – in Anlehnung an Wolfgang Hilligens Dreischritt „Sehen - Beurteilen - Handeln“ [Vgl. Groll, S. 180-184] – folgende Definition, die auch diesem Text zugrunde gelegt wird: (Politische) Partizipation sind Prozesse der Information, Diskussion und Aktion, die die Akteure dazu befähigen, Entscheidungen zu treffen und diese im Rahmen des gesellschaftlichen Gefüges wirksam umzusetzen.

Man unterscheidet zudem zwischen zwei Formen der Beteiligung: in Top-down-Verfahren fordern staatliche Institutionen Partizipation ein, bei Bottom-up-Verfahren werden die Bürgerinnen und Bürger aktiv [Vgl. Ackermann und Müller, S. 251]. Je nach Sachverhalt können also unterschiedliche Akteure den Beteiligungsprozess initiieren.

Warum Partizipation?

In einer Demokratie geht die Herrschaft vom Volk aus – wobei die Bürgerinnen und Bürger des Staates an Entscheidungsfindung und -umsetzung mitwirken [Vgl. Vetter und Remmer-Bollow, S. 16]. In einer repräsentativen Demokratie werden diese Prinzipien an gewählte Stellvertreter „abgegeben“, wodurch sich die Mitgestaltung zwischen den Demokratieformen – etwa im Vergleich zur direkten Demokratie – unterscheiden kann [Vgl. ebd.]. Es stellt sich aber die Frage, welche Gründe es im Allgemein dafür gibt, sich zu beteiligen. Vetter und Remmer-Bollow [Vgl. ebd., S. 35] führen als Vorteile an, dass dadurch etwa
  • von den Bürgerinnen und Bürgern weitere Kompetenzen in Entscheidungsprozesse eingebracht werden,
  • Probleme, mit denen sich die Politik nicht zwingend beschäftigen muss, selbst gelöst werden,
  • die Sicht auf die Komplexität von Politik verändert wird,
  • das Gefühl entsteht, etwas verändern zu können,
  • die Politikerinnen und Politiker somit von den Bürgerinnen und Bürgern kontrolliert werden
  • und dadurch der Kern der Demokratie erfüllt wird.
Zudem gibt es in Bezug auf Kinder und Jugendliche weitere Aspekte, die deren Entwicklung und Ausbildung von Demokratiekompetenzen betreffen. So sollen Schülerinnen und Schüler etwa eine mündige und engagierte Persönlichkeit entwickeln, was durch Partizipation gelingen kann [Vgl. Bischoff et al. 2016, S. 50]. Bei der Einbindung in Beteiligungsprozesse sollen die Heranwachsenden schon früh mit den Grundwerten der Demokratie in Berührung kommen und diese positiv internalisieren [Vgl. Wittig 2016 S.78].

Neben zunächst der Familie dienen später auch frühkindliche pädagogische Einrichtungen und eben die Schule als Handlungsorte, in denen entsprechende Prozesse auch mithilfe von Partizipation trainiert und vorgelebt werden können [Vgl. ebd., S. 79]. Deshalb kann auch die aktive (politische) Beteiligung in Unterrichtsvorhaben Vorbildcharakter haben, und es können dabei bereits frühzeitig positive Erfahrungen mit demokratischen Prinzipien gemacht werden. 

Partizipation für Schülerinnen und Schüler

Sei es als politische Forderung („Wir müssen die Jugend stärker zu Wort kommen lassen!“) oder als Zielvorstellung für den Politikunterricht [Vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2016a] – es wird sich aktuell an vielen Stellen mit der Einbindung von Kindern und Jugendliche in partizipative Prozesse beschäftigt und entsprechende Initiativen initiiert.

Auch für den Unterricht wurden entsprechende Zielvorstellungen vorgegeben. So wird im Bildungsplan des Landes Baden-Württemberg in der Leitperspektive „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ die „Teilhabe, Mitwirkung, Mitbestimmung“ verankert, womit erreicht werden soll, dass sich Schülerinnen und Schüler auch aktiv an Entscheidungsprozessen beteiligen [Vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2016c].

Der seit dem Jahr 2007 gültige Bildungsplan für die Realschule des Landes Bayern sieht darüber hinaus vor, dass die Schülerinnen und Schüler „Eigeninitiative und den Willen zur Mitgestaltung der Gesellschaft [...] entwickeln“ [Staatsinstitut für Schulqualität und Bildungsforschung München 2007, S. 16]. Darüber hinaus sollen sie befähigt werden, „eigene Interessen und Entscheidungen und ihre Verantwortbarkeit zu überprüfen und dann selbstbewusst zu vertreten“ [Ebd., S. 17].

Partizipation und deren Ausgestaltung soll also auch im Unterricht thematisiert und eingeübt werden. Dies scheint umso wichtiger, da Jugendliche und Kinder unter 18 [Vgl. Deutscher Bundestag 2014, Artikel 38b] beziehungsweise 16 Jahren noch nicht wählen dürfen und somit auf andere partizipative Prozesse ausweichen müssen.




Ergänzend zum Bildungsplan lässt sich das politische Kompetenzmodell nach Detjen et al. fassen, welches vier Facetten politischer Handlungsfähigkeit definiert, die die Bürgerinnen und Bürger in einer liberalen Demokratie beherrschen sollten: „Artikulieren, Argumentieren, Verhandeln [und] Entscheiden“ [Detjen et al., S. 69], womit jeweils das Entwickeln und der Austausch von Ideen und Konzepten mit den anderen gesellschaftlichen Akteuren gemeint ist [Vgl. ebd., S. 68-69]. Insbesondere die beiden erstgenannten Fähigkeiten sollen zunächst im Politikunterricht vermittelt und gelernt werden, um so eine Grundlage für Partizipation im Sinne von „politisch kommunikative[m] Handeln“ [Ebd., S. 84] zu schaffen.

Dadurch sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, sich im Diskurs mit anderen Positionen auseinanderzusetzen und die eigene Meinung zu vertreten [Vgl. ebd., S. 83-84]. Hierfür schlagen die Autoren verschiedene Ansätze für die jeweiligen Schritte vor, die im Wesentlichen den Erwerb von Teilkompetenzen zu den einzelnen Facetten vorsehen. Dabei kommt es darauf an, den eigenen Standpunkt logisch und stichhaltig zu erarbeiten, im Diskurs mit anderen zu vertreten und im kommunikativen Austausch weiterzuentwickeln [Vgl. ebd., S. 84-88]. Dies stellt damit eine Vorgabe dar, wie Lehrende das Lernsetting gestalten sollten, um die „politische Handlungsfähigkeit“ [Ebd., S. 83] im Unterricht zu trainieren. 

Zum politischen Interesse Jugendlicher

In den vergangenen Jahren stieg das Interesse an politischen Themen – laut Shell-Studie des Jahres 2015 gaben 46% der Jugendlichen an, dass sie sich für politische Themen interessieren [Vgl. Schneekloth 2015, S. 157] –, allerdings würden gleichzeitig nur noch 34% der Befragten regelmäßig auch aktiv werden und sich für andere im Alltag engagieren [Vgl. ebd., S. 193-194].

Dabei haben seit der letzten Befragung aus dem Jahr 2010 die Bereiche „Umwelt- oder Tierschutz“, „besseres Zusammenleben mit Migranten“, Engagement für „behinderte Menschen“ oder „soziale und politische Veränderungen“ einen Beteiligungszuwachs erlebt [Vgl. ebd., S. 194]. Besonders oft aktiv werden die Befragten für die Bereiche „Interessen von Jugendlichen“ (11 %) und eine „sinnvolle Freizeitgestaltung von Jugendlichen“ (13%) [Vgl. ebd.]. Diese Interessen können für didaktische Unterrichtsentscheidungen berücksichtigt werden.

Abb. 1: Interesse an Politik in den Jahren 1984-2015. Vgl. Schneekloth 2015, S. 157

Diejenigen, die sich in der Studie als politisch interessiert bezeichneten, informieren sich zu 74% über politische Themen [Vgl. ebd., S. 163], wobei damit noch keine Aussage darüber getroffen wurde, ob sich die Schülerinnen und Schüler erst für die Themen interessieren und sich dann informieren oder andersherum. Von denjenigen Jugendlichen, die sich „wenig oder gar nicht für Politik interessieren“, informieren sich allerdings lediglich 10% aktiv über Politik [Vgl. Schneekloth 2015, S. 163].

Voraussetzungen durch die Mediennutzung

Laut JIM-Studie aus dem Jahr 2016 besitzen rund 95% der Jugendlichen im Alter 12-19 ein Smartphone, welches damit die Hauptzugangsquelle zum Internet darstellt. [Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2016, S. 22 sowie S. 24]. Allerdings gaben die Jugendlichen in der Studie an, nur etwa 10% ihrer Internetnutzung mit der Informationssuche zu verbringen [Vgl. ebd., S. 28].

Deutlich mehr Zeit entfällt mit 41% auf die Kommunikation und mit 29% auf Unterhaltungsangebote, auch wenn die einzelnen Bereiche nicht immer trennscharf zu unterscheiden waren [Vgl. ebd.]. Neben der Verwendung von Messenger-Diensten (hauptsächlich Whatsapp) werden mit etwa 29% soziale Netzwerke als eine der drei wichtigsten Apps auf dem Smartphone genannt [Vgl. ebd., S. 30]. Die Jugendlichen weichen also zunehmend auf das Internet aus, wenn es darum geht, mit ihrem sozialen Umfeld zu kommunizieren und sich hier zu engagieren. Dabei ist insbesondere das Web 2.0 zu nennen [Vgl. Soßdorf 2016, S. 42-43].

Zum Zwecke des Unterrichts muss die Frage gestellt werden, ob dieser Teil der Lebenswelt von Jugendlichen in das jeweilige Lernsetting eingebunden werden soll. In den vergangenen Jahren ist die digitale Welt zunehmend wichtiger für Heranwachsende geworden und es haben sich Prozesse in diesen Raum verschoben, die für die Entwicklung von Jugendlichen bedeutsam sind [Vgl. Sass und Lange, S. 5].

Das Internet ist also keine Option mehr, die man für didaktische Entscheidungen ausblenden kann. Es stellt einen Teil des Alltags der Schülerinnen und Schüler dar und muss nicht zuletzt aufgrund der Verankerung in den Bildungsplänen beispielsweise in Form von medienpädagogischen Vorgaben [Vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport 2016b] oder der Medienbildung und Digitalen Bildung [Vgl. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst 2017, S. 27] damit aktiv von Pädagoginnen und Pädagogen in Lehr-/Lernprozesse eingebunden werden. Im Folgenden soll deshalb darauf eingegangen werden, welche Beteiligungsformen es gibt und wie Partizipation online ermöglicht und umgesetzt werden kann. 

Partizipationsformen im Web 2.0

Das Web 2.0 oder auch „Social Web“ [Gerhards et al. 2008, S. 129] eröffnet seit einigen Jahren eine Fülle von Möglichkeiten, das Internet mit eigenen Inhalten wie Texten, Bildern und Videos zu erweitern. Neben Blogs, Videoplattformen wie YouTube und sozialen Netzwerken macht ein Projekt wie Wikipedia deutlich, welche kooperative Leistungen durch die neuen Anwendungen möglich gemacht werden. Dabei haben diese Angebote gemeinsam, dass das Internet mitgestaltet werden kann und dabei eine öffentliche Plattform zur Kommunikation (und Kooperation) darstellt [Vgl. ebd.]. Das Web 2.0 führt also zu deutlichen Veränderungen im Umgang der Menschen untereinander – auch außerhalb des Internets etwa in Form einer veränderten Öffentlichkeit [Schmidt 2008, S. 34-35].

Doch einige entscheidende und reichweitenstarke Akteure darf man bei der Betrachtung des sogenannten „Mitmachnetzes“ [Fisch, Gscheidle 2008] nicht vergessen: die sozialen Netzwerke. Auf ihnen werden verschiedenste Inhalte („Content“) des Alltags gepostet, aber auch politische News und Statements geteilt. Das soziale Netzwerk Facebook wird ebenfalls von Schülerinnen und Schüler verwendet, vorrangig aber die Messengerdienste Whatsapp, Instagram und Snapchat [Vgl. Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest 2016, S. 32]. Das Prinzip hinter den Kommunikationsplattformen bleibt dabei jeweils weitestgehend gleich: sich mit anderen zu vernetzen und auszutauschen.

Und dabei kann durchaus auch die oben bereits dargelegte Beteiligung beziehungsweise Partizipation eine Rolle spielen. Wenn nämlich Petitionen per Mausklick unterschrieben, Newsartikel geteilt oder gar eigene Blogtexte geschrieben werden, lässt sich von Partizipation als aktiver gesellschaftlicher Teilhabe sprechen. Sicherlich wird dabei nicht jeder Jugendliche zum sogenannten „Produser“ [Vgl. Bruns 2007], der eigene Inhalte erstellt, um sie mit den anderen Nutzern zu teilen. Die deutliche Mehrheit der Internetnutzer beschränkt sich auf das Konsumieren von Content.

Eine Übersicht der Verteilung und Möglichkeiten von Partizipation im Internet soll die Partizipationspyramide zivilgesellschaftlichen Handelns im Social Web nach Baringhorst [Vgl. 2014, S. 105] geben:

Abb. 2: Partizipationspyramide zivilgesellschaftlichen Handelns im Social Web nach Baringhorst 2014, S. 105

Die kreative Produsage stellt insbesondere in Bezug auf die finanziellen wie zeitlichen Erfordernisse für diese Art der Betätigung die Spitze der Möglichkeiten dar, sich im Web 2.0 zu beteiligen [Vgl. ebd., S. 104] und wird dadurch auch als Zielvorstellung schwerer im Unterricht zu verwirklichen sein.

Laut Shell-Studie gehören nur lediglich 12% der Jugendlichen zwischen 12 und 25 Jahren dieser Gruppe an [Vgl. Leven und Schneekloth 2015, S. 147], wobei die Personengruppe hier allerdings „interaktiv orientierte Selbstdarsteller“ [Ebd., S. 148] genannt werden und sich deren Aktivitäten nicht zwangsläufig auf politische beziehungsweise partizipative Themen und Aspekte beziehen. Zudem ist die Abgrenzung zu anderen User-Gruppen nicht ganz trennscharf, da die Studie auch andere Nutzer-Typen definiert, die das Internet auf vielfältige Weise nutzen und ebenfalls interagieren [Vgl. Ebd., S. 148].

Die Frage danach, wie viel Prozent der Kinder und Jugendlichen zur Gruppe der Produser gehören, lässt sich also nur schwer klären – auch deshalb könnte es Probleme bereiten, den Schülerinnen und Schülern die dafür notwendigen Kompetenzen zu vermitteln. Einfacher könnte hingegen die Umsetzung und Förderung der unteren Stufen der Partizipationspyramide sein.

Auch wenn man die einzelnen Formen von partizipativer Betätigung im Internet nicht hierarchisiert, ergeben sich unter anderem folgende Beteiligungsmöglichkeiten [Vgl. Alexander von Humboldt Institut für Internet und Gesellschaft 2014, S. 14; Ackermann und Müller 2016, S. 109 sowie S. 173-174]:
  • Petitionen unterschreiben oder Erstellen (etwa change.org)
  • Teilen von Blogposts, Newsartikeln oder anderen Beiträgen (etwa Wordpress)
  • Verfassen eigener Texte oder Videos wie zum Beispiel Meinung, Artikel, News, Information (etwa soziale Netzwerke, Blogs, Wikis)
  • Liken, Kommentieren oder Bewerten
  • Unterstützung bestimmter Projekte oder Personen
  • Aktivitäten in einem Forum (etwa mitmischen.de)
  • Politiker kontaktieren (etwa über abgeordnetenwatch.de, Mail oder soziale Netzwerke)
  • ...

Partizipation 2.0 als Perspektive für den Unterricht

Lehrpersonen stellt sich angesichts der Fülle an Möglichkeiten zur politische Partizipation im Internet die Frage, wie sich diese im Unterricht umsetzen lassen und welche Ziele damit erfüllt werden können. Projekte verschiedener Initiatoren können dabei ein Unterrichtsvorhaben unterstützen und das Thema Partizipation direkt in die Bildungseinrichtungen holen. So gibt es etwa das Portal „Jugend beteiligen Jetzt“, welches direkt Informationen, Kurse und Materialien an Lehrerinnen und Lehrer ausgibt. Damit soll
„[...] eine lebendige Beteiligungskultur im Alltag von Jugendlichen und politischen Entscheidungsträger*innen fest verankern [werden]. Dazu vernetzt das Projekt Initiator*innen und politische Entscheidungsträger*innen und qualifiziert sie für passgenaue, zielgruppengerechte, zugängliche sowie mehr Beteiligungsverfahren. Jugendbeteiligung mit digitalen Methoden soll als Prinzip politischer Prozesse begriffen werden.“ [Deutsche Kinder- und Jugendstiftung gemeinnützige GmbH o. J.]
Ein Video des Youtube-Kanals von jugend.beteiligen.jetzt nennt zudem 7 weitere Gründe, warum Online-Beteiligung für Jugendliche sinnvoll sein kann:



Voraussetzungen und Beachtenswertes

Je nach Ansatz und Art des didaktischen Vorhabens müssen im Vorfeld einige Voraussetzungen für das Lernsetting geschaffen werden. So sollten Fragen des Urheberrechts und des respektvollen Umgangs miteinander besprochen und eingeübt werden. Zudem benötigen die Schülerinnen und Schüler innerhalb des Lernsettings Zugang zum Internet und müssen mit grundlegenden Funktionen von Computern und den Umgang mit interaktiven Angeboten des Web 2.0 vertraut sein. Bei der Verwendung von sozialen Netzwerken müssen bestimmte Vorgaben beachtet werden [Vgl. Hessisches Kultusministerium 2015] oder deren Einsatz kann komplett untersagt sein [Vgl. Ministerium für Kultus, Jugend und Sport o. J.].

Anregungen und Materialien hierfür bietet die Initiative klicksafe.de, die von der Landeszentrale für Medien und Kommunikation des Landes Rheinland-Pfalz koordiniert wird, das österreichische Angebot saferinternet.at sowie weitere Initiativen, die sich mit der Medienpädagogik im Unterricht beschäftigen.

Beispielprojekte für den Unterricht

Im Folgenden sollen nun exemplarisch Projekte aufgeführt werden, die potentiell für ein Unterrichtsvorhaben geeignet sein könnten oder Materialien hierfür liefern. Es wird jeweils das Projekt kurz vorgestellt und dahingehend untersucht, welche Facetten politischer Handlungsfähigkeit nach Detjen et al. [Vgl. 2012, S. 81 sowie S. 84-88] hierbei trainiert oder von den Schülerinnen und Schüler erworben werden können.

Zudem sollen weitere Aspekte untersucht werden, die für eine potentielle Lehr-/Lerneinheit relevant sein könnten. Anhand dieser Kriterien können die Lehrpersonen dann didaktische Entscheidungen treffen und die hier dargestellten Projekte auf ihre Umsetzbarkeit für ihren Unterricht hin überprüfen.

Partizipationsplattform Ypart 
Erreichbar unter der Internetadresse https://ypart.eu/

Y-Part ist eine Online-Plattform, die vom Verein Liquid Democracy e.V. betrieben und von weiteren Stellen unterstützt wird und auf der Jugendliche Ideen veröffentlichen, diskutieren und abstimmen können. Dabei wird zunächst ein übergeordnetes Thema gewählt (etwa, welche Veränderungen es in der Stadt oder dem Dorf geben sollte) und anschließend werden Vorschläge eingereicht, die die Nutzer selbst erstellen können. Diese Vorschläge können dann von anderen Nutzern kommentiert und es kann darüber abgestimmt werden.

Das Angebot richtet sich an Kinder und Jugendliche aller Altersstufen, die in ihrer direkten Umgebung mitreden und -diskutieren möchten. Die Nutzung des Angebots ist nach einer Registrierung kostenlos. Es gibt darüber hinaus ein begleitetes Angebot, das durch Beratung, Schulung und Support ergänzt wird. Dies ist allerdings kostenpflichtig.

Mit Ypart lassen sich verschiedenste Partizipationsprojekte umsetzen – insbesondere in der kostenfreien Variante benötigt dies aber Einarbeitungszeit. Dann steht der Lehrperson aber eine fertig nutzbare Infrastruktur zur Verfügung. Zwar ist das Tool nicht explizit auf die Nutzung im Unterricht ausgelegt, es können aber verschiedene Nutzerrollen eingenommen werden, um administrative Funktionen für die Lehrperson zu ermöglichen.

Facetten politischer Handlungsfähigkeit
Bei der Verwendung dieses Projektes können die Facetten Artikulieren und Entscheiden (von den reagierenden Nutzern in Form von Kommentaren und Abstimmungen) sowie Argumentieren und bedingt Verhandeln (von den initiierenden Nutzern in Form von Antwortkommentaren und der Darstellung ihrer Projektidee) trainiert werden.

Bloggen im Unterricht
Erreichbar unter der Internetadresse https://www.bpb.de/lernen/digitale-bildung/werkstatt/245358/in-zehn-schritten-zum-unterrichtsbegleitenden-blog

Ein Leitfaden und eine Anleitung der Bundezentrale für politische Bildung für Lehrerinnen und Lehrer, die Blogs in ihrem Unterricht einsetzen wollen. Die Anleitung führt in zehn Schritten von den Vorüberlegungen und Grundvoraussetzungen bis hin zum fertigen Blog. Dieser lässt sich dann individuell von der Lehrperson im Unterricht nutzen, um ein partizipatives Vorhaben umzusetzen.

Mit den in der Anleitung beschriebenen Blogsystemen können Schülerinnen und Schüler eigene Beiträge verfassen, kommentieren und mit anderen Personen teilen. Um welches Thema es sich dabei handelt oder ob die Inhalte von der Lerngruppe selbst gewählt werden können, entscheidet die Lehrperson. Vor dem Unterrichtseinsatz muss der Blog eingerichtet sowie Accounts für die Schülerinnen und Schüler angelegt werden.

Facetten politischer Handlungsfähigkeit
Beim Einsatz eines Blogs werden insbesondere die Facetten Artikulieren und Argumentieren online trainiert, wenn eigene Texte verfasst und (auf Kommentare) reagiert wird. Natürlich lassen sich verschiedene weitere Aspekte auch im Klassenraum diskutieren. Dabei können die Facetten Entscheiden und Verhandeln trainiert werden, wenn sich beispielsweise eine Gruppe auf eine bestimmte Position festlegen muss und sich die Jugendlichen auf die besten Argumente einigen müssen.

Materialien und Konzepte zu künstlerisch-kreativer Partizipation
Erreichbar unter der Internetadresse https://www.takingpart.at/

Bei der Initiative „Making Art – Taking Part!“ handelt es sich um ein Forschungsprojekt, das einen künstlerisch-kreativen Zugang zum Thema Partizipation untersucht hat. Dabei ist eine Toolbox entstanden, die zahlreiche Projekte und Materialen auflistet und zur Verfügung stellt, die Vorbild für ein eigenes Unterrichtsvorhaben sein können. Dabei werden Themen wie Feminismus, verletzende Sprache und Rassismus in den Vordergrund gerückt und (pädagogisch) aufbereitet.

Je nach Art des Projekts stehen dafür mehr oder weniger konkrete Materialien zur Verfügung. Sicherlich können die einzelnen vorgestellten Themen aber auch zur Inspiration für eigene Projekte dienen. Zudem betreffen nur sehr wenige Aspekte direkt das Web 2.0 – es wäre aber möglich, die Projekte und deren Herangehensweise selbst als Unterrichtsgegenstand zu besprechen.

Facetten politischer Handlungsfähigkeit
Je nach Auseinandersetzung mit den Inhalten und Projekten können verschiedene Facetten trainiert werden. Dies hängt stark von der konkreten Umsetzung ab.

Umfragen und Befragungen durchführen
Erreichbar unter der Internetadresse http://www.tricider.com/

Mit dem Tool Tricider lassen sich einfach und ohne großen Vorbereitungsaufwand Umfragen und Befragungen erstellen. Dies kann sowohl die Lehrperson als auch die Schülerinnen und Schüler initiieren. Dabei wird zunächst eine Frage gestellt, auf die andere Nutzer (über eine Einladung) antworten und reagieren können. Zu diesen Antworten können dann weitere Argumente gesammelt oder über die Vorschläge beziehungsweise Antworten abgestimmt werden.

Die Nutzung von Tricider kann dabei völlig ohne Registrierung erfolgen. Zudem müssen die Schülerinnen und Schüler ihren Namen bei Abstimmungen oder Argumenten nicht angeben, können dies aber optional tun.

Facetten politischer Handlungsfähigkeit 
Bei der Nutzung dieses Tools kann das Artikulieren und Argumentieren trainiert werden, wenn eigene Vorstellungen und Argumente formuliert werden. Auf Basis der Abstimmungsergebnisse erhalten die Nutzer zudem direkt Feedback zu ihren Vorschlägen, was möglicherweise die Facette Entscheiden betrifft, da hierbei Entscheidungsverfahren angewandt und die einzelnen Lösungsstrategien abgewogen werden.

Eine Online-Petition erstellen
Erreichbar unter der Internetadresse https://www.change.org/de

Die Website change.org ermöglicht es, eigene Petitionen zu erstellen oder andere zu unterstützen. Dieses Tool kann entweder mit den Schülerinnen und Schülern besprochen werden oder für ein eigenes Unterrichtsvorhaben genutzt werden. Allerdings sind die so erstellten Petitionen öffentlich einsehbar und werden von einer großen Nutzerschaft wahrgenommen, weshalb das Vorhaben weitreichend vorgeplant werden sollte.

Es bietet sich an, das Tool zudem in eine größere Unterrichtseinheit einzubetten, da nicht ausgeschlossen ist, dass das zu unterstützende Vorhaben tatsächlich auf Zustimmung trifft. Zudem kann eine über die Plattform erstellte Petition durchaus zu einer Realisierung des abzustimmenden Inhalts führen (etwa wenn Entscheidungsträger auf die Petition aufmerksam werden). Dies sollte bei der Unterrichtsvorbereitung bedacht werden.

Facetten politischer Handlungsfähigkeit
Die Schülerinnen und Schüler können mit change.org die Facetten Artikulieren und Argumentieren trainieren, indem der Petitionstext erarbeitet und anschließend verfasst wird. Weitere (Teil-)Facetten können durch ein ergänzendes Unterrichtsgespräch oder die Besprechung möglicher Reaktionen auf die Petition anvisiert werden.

Fazit

Auch wenn sich der Begriff der Partizipation nur schwer definieren lässt, enthält er für Schülerinnen und Schüler eine Reihe von Kompetenzen, die für deren Entwicklung und Integration in die Demokratie relevant sind.

Die von Detjen et al. zusammengetragenen Facetten politischer Handlungsfähigkeit können zu diesem Zweck auch im Politikunterricht forciert und trainiert werden, wofür sich nicht zuletzt das Web 2.0 anbietet. Dieses zeichnet sich durch eine Interaktivität und den Umstand aus, dass es längst Teil der Alltagswelt von Jugendlichen geworden ist, die ihr Smartphone insbesondere dafür nutzen, um sich über Messengerdienste und Soziale Netzwerke auszutauschen.

Zahlreiche Plattformen und Initiativen können Lehrerinnen und Lehrer dabei unterstützen, ein partizipatives Unterrichtvorhaben zu gestalten und erfolgreich umzusetzen. Dabei bieten sich verschiedene Zugänge an, die eine Passung an die jeweilige Lerngruppe und das Lernsetting ermöglichen.

Dabei sollten sowohl (medienpädagogische) Voraussetzungen als auch eine entsprechende Einbettung in eine Unterrichtseinheit beachtet werden, damit die Online-Tools nicht zum Selbstzweck werden. Bei einer gelungenen Umsetzung erweitert das Internet und insbesondere das Web 2.0 aber sicherlich die Formen und pädagogischen Zugänge der politischen Bildung und wird damit wahrscheinlich auch in Zukunft immer relevanter. 


Quellen und verwendete Literatur

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