Mittwoch, 21. Dezember 2016

Partizipation Jugendlicher im Web 2.0

Darum geht es

Gesellschaftliche und insbesondere politische Partizipation ist einer der Grundpfeiler für ein funktionierendes, politisches System. Neben dem wohl bekanntesten Mittel zur Beteiligung in einer repräsentativen Demokratie – der Wahl – gibt es eine Reihe von Möglichkeiten, sich selbst in verschiedenste Prozesse einzubringen. Für Schülerinnen und Schüler ist es wichtig, diese Optionen zum Beispiel im Politikunterricht kennenzulernen.

Verschiedene Beteiligungsformen

Dabei sind die Jugendlichen (und natürlich auch Erwachsenen) heute aber nicht mehr nur auf ‚analoge’ Partizipationsformen beschränkt: das Web 2.0 macht möglich, dass etwa Petitionen schon mit wenigen Klicks unterschrieben oder Blogs in kürzester Zeit erstellt werden können. Diese Freiheit erfordert sowohl ein gewisses Maß an Medienkompetenz, als auch das Wissen darüber, wie wirksam einzelne Partizipationsmaßnahmen sein können. Sigrid Baringshorst stellt die Handlungsformen im Internet in Form einer hierarchischen Pyramide dar, an deren Fuß zuschauende, lesende und zuhörende Akteure stehen und die den kreativen Produser (also die Mischung aus Produzent und User) an der Spitze sieht (Vgl. [1]). Dieser Begriff wurde wohl erstmals von Axel Bruns geprägt (Vgl. [2]) und stellt den wahrscheinlich aktivsten Internetnutzer im Sinne der Partizipation dar.

Projekte und Organisationen

Mit der Popularität des Web 2.0 kamen im Laufe der Zeit verschiedene Projekte auf, die auch von namhaften Organisationen und Trägern – etwa der Bundesrepublik Deutschland oder der Europäischen Union – aufgebaut und unterstützt wurden. Dabei werden unterschiedliche Ziele verfolgt und der Fokus der Projekte jeweils anders gesetzt. Außerdem scheint die Resonanz, die bei den Jugendlichen ausgelöst werden sollte, deutlich geringer auszufallen als erwartet. Zum Teil werden deshalb zumindest bestimmte Teilbereiche der Angebote kaum noch genutzt. Im Folgenden soll eine im Seminar erarbeitete Übersicht dazu dienen, für mehr Klarheit zu sorgen:

Übersicht über vier große Partizipationsprojekte für Jugendliche im Internet.
Die Tabelle erhebt dabei keinen Anspruch auf Vollständigkeit oder Aktualität.

Links zu den Projekten:

[1] Baringhorst, S. (2014): Internet und Protest. Zum Wandel von Organisationsformen und Handlungsrepertoires - Ein Überblick, in: Voss, K. (Hrsg.), Internet und Partizipation. Bottom-up oder Top-down? Politische Beteiligungsmöglichkeiten im Internet. Springer Fachmedien, Wiesbaden. S.105
[2] Bruns, A. (2007): Produsage – A Working Definition. [Online] http://produsage.org/node/9 [Abgerufen am 20.Dezember.2016].

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