Mittwoch, 31. Mai 2017

Podcast zum Thema Fake News

Wer sich weitergehend über das Thema Fake News im Kontext von Donald Trump informieren möchte und dies nicht über sehr viel Text machen möchte, den möchte ich auf folgenden Podcast hinweisen. Es handelt sich hierbei um einen Podcast von Felix von Leitner und Frank Rieger, einem der Autoren eines Grundlagentextes für dieses Seminar. Interessant ist die erste Stunde: Alternativlos Folge 38 vom 4.12.2016.

Donnerstag, 25. Mai 2017

Spiegel Online zu digitaler Manipulation

Die Kolumne "Digitale Überredung: Werden Sie Teil der Maschine" von Christian Stöcker veranschaulicht, dass digitale Manipulation längst in unserer heutigen Zeit angekommen ist. Hierfür werden alltägliche Situationen beschrieben, in denen man beim Surfen manipuliert wird, ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/digitale-ueberredungstechnik-laesst-menschen-nach-ihrer-pfeife-tanzen-a-1148463.html

Montag, 22. Mai 2017

Podcast zum Thema Datenschutz/Privatsphäre

Wie gerufen zur Nachbereitung der beiden letzten Sitzungen kommt der folgende Podcast vom 21. Mai 2017 von Deutschlandfunk Nova (ehemals DRadio Wissen Hörsaal): "Datengier: Privatsphäre als Illusion".
  • Moderator: Hans-Jürgen Bartsch
  • Vortragende: Svea Eckert, NDR-Journalistin / Andreas Dewes, Physiker / Andreas Weigend, Buchautor / Ulf Buermeyer, Jurist / Nora Markard, Professorin für Öffentliches Recht

Online-Petition Modellflug

Die Petition gegen eine Beschränkung im Modellflug war meiner Meinung nach ein gutes Zeichen dafür, dass man sich mit genügend Stimmen (über 120.000) erfolgreich Gehör in der Politik schaffen kann: www.pro-modellflug.de/petition

Donnerstag, 18. Mai 2017

ZDFneo: "Manipuliert" mit Sascha Lobo

Link zur Reportage: https://www.zdf.de/sender/zdfneo/manipuliert-100.html

Sonntag, 14. Mai 2017

Partizipation 2.0: Neue Teilhabe für Schülerinnen und Schüler?

“One of the penalties of refusing to participate in politics is that you end up being governed by your inferiors.”
[Platon, Politeia I 347c]
Wo findet sie statt, die vielfach herbeigesehnte Partizipation junger Menschen? Angesichts zahlreicher kaum genutzter Angebote im World Wide Web, bei denen sich Kinder und Jugendliche in ihrem direkten Umfeld beteiligen können, ist es verwunderlich, dass laut aktueller Shell-Studie das aktive Engagement junger Menschen zwischen 12 und 25 sinkt [Vgl. Schneekloth 2015, S. 193].

An altersgerechten Angeboten im Web mangelt es nicht – doch die meisten werden angesichts geringer Nutzerzahlen scheinbar nicht angenommen. Einige Plattformen haben zudem ihren Betrieb eingestellt. Es lässt sich also die Frage stellen, ob der Politikunterricht in all seinen Formen geeignet ist, um Online-Partizipation im didaktisch aufbereiteten Rahmen zu erlernen und einzuüben.

Doch wie lässt sich der Begriff Partizipation eigentlich fassen? Warum sollten die Bürgerinnen und Bürger und damit auch Schülerinnen und Schüler in einer Demokratie partizipieren? Welche Formen gibt es und welche konkreten Projekte lassen sich im Unterricht einbinden? Diesen Fragen möchte der folgende Text nachgehen.

Mittwoch, 10. Mai 2017

Neues Buch zur Netzpolitik

Das folgende Einführungsbuch zur Netzpolitik ist eben erschienen und empfehlenswert zur Lektüre und Referatsvorbereitung. Es steht kostenlos als pdf zur Verfügung:

Jaume-Palasí, Lorena / Pohle, Julia / Spielkamp, Matthias (Hg.) (2017), Digitalpolitik. Eine Einführung, Wikimedia Deutschland e.V. und iRights.international (Link)

Video: Fake-News und Filterblasen

Ein 10-minütiger Beitrag bei frontal21 (Sendung vom 09.05.17) zum Thema "Fake-News und Filterblasen": https://www.zdf.de/politik/frontal-21/fake-news-und-filterblasen-102.html

Samstag, 8. April 2017

Debattenkultur im Netz - Öffentlichkeit unter den Bedingungen des Web 2.0 und die Möglichkeiten der (Politik- und Ethik-)Didaktik

Hatte Jürgen Habermas in seiner Habilitationsschrift Strukturwandel der Öffentlichkeit noch beklagt, dass wirtschaftlich bedingte Kapital- und Machtkonzentrationen die Idee der bürgerlichen Öffentlichkeit zerstörten, da sie die Möglichkeit eines diskursiven Austauschs zwischen Gleichen unterliefen und den Weg für vermehrte einseitige Kommunikation freigaben (vgl. Habermas 1990, 228ff.), so kann man sagen, dass heute – im Zuge der Digitalisierung – die Voraussetzungen dafür gegeben wären, auch ohne riesige Kapitalmengen mit Publikationen viele Rezipient_Innen zu erreichen. Dies könnte die wirtschaftlich bedingten Ungleichheiten wieder ausgleichen und die one- oder a-few-to-many- zu einer many-to-many-Kommunikation verändern.

Heute, unter den Bedingungen des Web 2.0, also der Möglichkeit in einem digitalen Raum in Sekundenschnelle Texte, Videos, Bilder und andere Medieninhalte kostengünstig bis kostenlos zu verbreiten, scheint die Idee der sich selbst wieder in die Öffentlichkeit einbringenden Gesellschaftsmitglieder greifbarer als je zuvor. Denn nie zuvor war es so einfach, günstig und gleichzeitig effektiv, selbsterstelle Inhalte herzustellen und zu teilen, aber auch die erstellten Inhalte anderer zu erhalten. Nie zuvor verschwammen und verschwanden die Grenzen zwischen Produzenten und Konsumenten, wie unter den Bedingungen des Web 2.0. Axel Bruns nutzt dafür, für die Hybridisierung des Produzenten und Nutzers, den Begriff des Produtzers oder Produsers (vgl. Bruns 2009, 65).

Mit der mittlerweile fast jedem gegebenen Möglichkeit, mit einem Mausklick Öffentlichkeit zu schaffen bzw. sich an (quasi-)öffentlichen Diskussionen und Aushandlungsprozessen zu beteiligen, wären also alle Voraussetzungen geschaffen, um die demokratische Öffentlichkeit so zu verbessern, wie Habermas sie sich idealerweise vorgestellt hat: Als „Ort politischer Diskussionen und Willensbildung“ (Brunkhorst 2006, 124), in dem möglichst keine „Hegemoniebildung“ (ebd.) gegeben ist. Denn jeder kann sich überall informieren, fast überall kritisieren und selbst – ressourcenschonend bzw. nicht ressourcenaufwändig – Inhalte verfassen und dies auch noch kostenlos und schnell. Doch die Realität sieht anders aus.

Donnerstag, 23. März 2017

Propaganda im Namen des Propheten - Radikalisierung junger Menschen im Internet

„Islamistische Terroristen, darunter minderjährige Salafisten und radikalisierte Flüchtlinge, verübten eine ganze Reihe von Anschlägen. In Hannover, in Essen, Würzburg, Ansbach und auf dem Berliner Breitscheidplatz. Und in Chemnitz wurde wohl gerade noch rechtzeitig ein Bombenanschlag eines syrischen IS-Anhängers verhindert. Der Terroralarm, so sagen viele Ermittler, ist inzwischen so etwas wie der neue Normalzustand.“ (Bewarder 2017)
Terrorwarnungen, Anschlagsdrohungen, geräumte Einkaufszentren oder Bahnhöfe - der Terror ist angekommen, mitten in Deutschland.

Im Moment wird sehr viel gesprochen über Terror, über Gefahr und über die Menschen, die diese Gefahr verbreiten. Dabei sind es vor allem junge Leute, die sich radikalisieren lassen, aus Überzeugung Menschen töten und bereit sind, selbst dafür zu sterben. Aber was muss passieren, dass man derartig abdriftet? Wieso entscheidet man sich gegen ein Leben in Frieden mit Familie und Freunden und sucht stattdessen voller Hass den Weg in den Krieg? Ich möchte herausfinden, wieso und wie schnell so etwas passieren kann, derart radikalisiert zu werden, welche Methoden dabei verwendet werden und welche Rolle das Web 2.0 dabei spielt. Und noch viel wichtiger: Wie kommt man da dann eigentlich wieder raus?

Montag, 13. März 2017

Sicherheit und Freiheit im Kontext der Digitalisierung

Freiheit und Sicherheit sind zentrale Werte in modernen Gesellschaften. Zwischen beiden Begriffen existieren wechselseitige Beziehungen, die auch im Kontext der Nutzung digitaler Medien durch Staaten, Wirtschaft und Bürgerinnen und Bürger sichtbar werden. Durch die Digitalisierung haben sich nicht nur neue technische Möglichkeiten ergeben, wie die Möglichkeit der Publikation durch Jedermann oder die Sammlung und Auswertung gigantischer Datenmengen. Mit diesen neuen Möglichkeiten gehen auch neue Fragen nach dem Schutz individueller Freiheiten vor einer Vielzahl möglicher Überwachungstechniken einher, gleichzeitig aber auch nach der Herstellung von Sicherheit in digitalen Räumen.

Der folgende Beitrag konzentriert sich vorwiegend auf dieses Spannungsverhältnis zwischen Freiheit und Sicherheit vor dem Hintergrund der Digitalisierung. Dazu werden zunächst die Begriffe Sicherheit und Freiheit genauer beleuchtet, um anschließend die allgemeine Wechselbeziehung darzustellen. Anschließend soll anhand von verschiedenen Beispielen diskutiert werden, wie in einer digitalisierten und technisierten Welt bürgerliche Freiheiten, der Schutz der Privatsphäre und das Bedürfnis nach Sicherheit vereinbar sind und welche Wechselbeziehungen dabei zutagetreten.

Mittwoch, 8. Februar 2017

Der tiefe Fall der Enthüllungsplattform WikiLeaks

Noch vor einigen Jahren wurde WikiLeaks von vielen als "Held" gefeiert. Dies hat sich im Verlauf der Jahre allerdings geändert. Mögliche Gründe dafür wollen wir hier in Kürze erläutern. 

Allgemein ist WikiLeaks eine Enthüllungsplattform, die geheime Berichte veröffentlicht. Dabei wird vorausgesetzt, dass diese Berichte für die Weltgesellschaft von Interesse sind. Beispielsweise wurden im Jahr 2010 Dokumente aus dem Bestand des amerikanischen Außenministeriums veröffentlicht. Diese spiegelten die amerikanische Sichtweise auf die Welt und einzelne Regierungsmitglieder anderer Länder wider.

Auf dem Spiegel-Cover der Ausgabe 48/2010 wurden einige Aussagen zitiert: So meide Angela Merkel das Risiko und sei selten kreativ, Silvio Berlusconi dagegen sei bekannt für seine wilden Partys und Mahmoud Ahmadinejad wird mit Hitler verglichen.

Um die Entstehung und Entwicklung von WikiLeaks nachzuvollziehen, empfehlen wir den Blogbeitrag einer Kommilitonin.

WikiLeaks bringt Unschuldige in Gefahr 
WikiLeaks steht in der Kritik, weil in den veröffentlichten Dokumenten sensible Daten hunderter Menschen zu finden sind. Dabei handelt es sich beispielsweise um vertrauliche Patientendaten unbeteiligter Bürger oder Auskunft über deren finanzielle Situation. Ebenso wurden Informationen aus Arbeitsverträgen und Hochschulunterlagen veröffentlicht. Gefährlich wird es dann, wenn diese persönlichen Daten Stalkern, Erpressern oder Identitätsdieben in die Hände fallen. 

WikiLeaks bricht sein Versprechen
Obwohl den Whistleblowern Anonymität versprochen wird, kamen schon viele Namen an die Öffentlichkeit. Ein Beispiel dafür ist Chelsea Manning, ehemals Bradley Manning (als Mann geboren), dem von Ex-Präsident Obama kürzlich Strafnachlass gewährt wurde. 

WikiLeaks beeinflusst US-Wahlkampf
Durch die letztjährige Veröffentlichung einer Serie von Mails des "Democratic National Committees" der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton und ihrem Wahlleiter John Podesta wird WikiLeaks Instrumentalisierung vorgeworfen. Besonders der Zeitpunkt der Veröffentlichung (Oktober 2016) unterstützt diesen Vorwurf, da ihr Rivale Donald Trump zeitgleich, aufgrund eines Skandalvideos, massiv in der Kritik stand.